Uldal war Teil der norwegischen Staffel, die bei den Olympischen Winterspielen in Antholz die Silbermedaille holte, er hat schon ein Weltcuprennen gewonnen und ist bisher viermal in Einzel-Bewerben auf dem Stockerl gelandet. Nach dem Ende der letzten Saison machte Uldal Urlaub, wollte sich beim Wandern ein wenig erholen. Doch dann stürzte der Biathlon-Star und musste sogar mit Erinnerungslücken ins Krankenhaus.
"Wir waren auf einem Wanderweg unterwegs, als auf einmal verdammter Schnee vom Berg gekommen ist", erzählte der 24-Jährige dem norwegischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk "NRK". Mit ihm war auch seine Partnerin Gro Randby unterwegs. Uldal stürzte, sei auf den Kopf gefallen, seine Partnerin, die selbst als Biathletin im Weltcup aktiv ist, rief daraufhin den Notruf. Der Olympia-Silberne kam ins Krankenhaus.
Dort war eine Gehirnerschütterung diagnostiziert worden. Diese führte zu anfangs großen Erinnerungslücken. "Ich hatte ein bisschen Angst, aber das liegt daran, dass es sich anfühlt, als hätte man eine schwere Demenz, wenn man mittendrin steckt", sagte der 24-Jährige.
Auch Partnerin Randby habe sich große Sorgen gemacht. "Es war eine sehr surreale Erfahrung, dass er plötzlich sein Gedächtnis verlor und mehr oder weniger nicht mehr in der Lage war, nach Hause zu kommen", sagte die Weltcup-Starterin.
Uldal habe sich zunächst an nichts aus dem letzten Monat erinnern können. "Als ich im Krankenhaus anfing, mein Gedächtnis zurückzubekommen, musste ich erst einmal ein bisschen mit den Zehen wackeln", erzählte der Top-Biathlet. Er sei "wahnsinnig dankbar" gewesen, "dass ich nicht gelähmt war. Und das sagt wohl einiges darüber aus, wie wenig Kontrolle ich damals hatte."
Aktuell hat der Norweger immer noch Gedächtnislücken. "Ich erinnere mich an nichts von kurz vor dem Aufprall bis zu meiner Ankunft im Krankenhaus. Es gibt ein paar Stunden, in denen meine Erinnerung ziemlich leer ist", erzählte der Biathlet weiter. Abgesehen davon fühle er sich aber gut. Trotzdem will Uldal nur langsam wieder ins Training einsteigen.