Jakob Ingebrigtsen ist das Lachen vergangen. Beim Diamond-League-Finale in Brüssel verpasst der Doppel-Olympiasieger das Podest – danach rechnet er gnadenlos mit seinen Konkurrenten ab.
"Ich bin gegen einen Haufen Feiglinge angetreten", schimpfte der Norweger. Beim norwegischen Sender NRK legte Ingebrigtsen nach. Dabei gestand er zwar ein, aktuell nicht seine beste Form zu haben, ließ an seinen Konkurrenten aber trotzdem kein gutes Haar.
"Ich gebe mein Bestes und laufe, um zu gewinnen, aber ich bin nicht stark genug. So ist es im Moment eben. Aber verdammt noch mal, was für eine Gruppe von Verlierern", wetterte der zweimalige Olympiasieger.
Vor allem die Renntaktik machte ihn sauer. "Der Tempomacher macht vor mir einen beschissenen Job. Die anderen sind im Moment viel besser als ich, aber meine Güte. Und dann kommen sie einfach, wenn noch 50 Meter übrig sind", sagte Ingebrigtsen.
Der Norweger will die Antwort nun auf der Laufbahn geben – und kündigte seinen Rivalen bereits an, was sie bei seinem Comeback erwarten soll. "Ich freue mich schon wahnsinnig darauf, in ein paar Monaten zurückzukommen. Dann werde ich alle in Grund und Boden laufen", versprach Ingebrigtsen.
Der 25-Jährige blickt auf ein schwieriges Jahr zurück. Achillessehnenprobleme machten ihm immer wieder zu schaffen. Dennoch holte er bei der Leichtathletik-EM in Birmingham vor knapp einem Monat Gold über 5.000 Meter.
Ingebrigtsen weiß ohnehin, wie man auf der ganz großen Bühne gewinnt. 2021 wurde er in Tokio Olympiasieger über 1.500 Meter, drei Jahre später holte er in Paris Gold über 5.000 Meter. Nach dem Frust von Brüssel hat er für die kommenden Monate nun ein klares Ziel: seinen Konkurrenten die Antwort auf der Strecke zu geben.