Beim Wiener Unternehmen Alfies können rund 6.000 Produkte online bestellt werden – von der Hendlkeule bis zum Kondom ist alles dabei. Das Ende der Hauszustellung bei Billa macht sich spürbar bemerkbar.
"Wir profitieren von der Einstellung. Wir reden da je nach Wochentag von zehn bis 20 Prozent Plus. Wir gehen aber davon aus, dass das noch ansteigen wird", sagt Geschäftsführer Gunther Michl. Wie der ORF berichtet, spüren auch andere Anbieter den Effekt.
Auch beim Online-Supermarkt Gurkerl, der einen tschechischen Eigentümer hat, sorgt das Aus von Billa für mehr Nachfrage. "Wir haben in letzter Zeit einen deutlichen Anstieg der Nachfrage verzeichnet und bauen unsere Kapazitäten aktiv aus, um dieser gerecht zu werden. Unser Logistikzentrum in Liesing wurde für ein solches Wachstum konzipiert."
Alfies will ebenfalls neue Kundschaft gewinnen, wie Michl erklärt. "Wir haben unser Liefergebiet erweitert. Das betrifft den Wiener Raum im Bereich Niederösterreich und auch das Gebiet in der Steiermark im Raum Graz, um eben viele ehemalige Billa-Kundinnen und Kunden bedienen zu können. Und wir wollen unser Sortiment vor allem im Bereich Frische noch einmal ausbauen." Besonders bei Milchprodukten, Obst, Gemüse und Fleisch soll das Angebot wachsen.
Trotz des Wachstums schreibt Alfies noch keine schwarzen Zahlen. Der Umsatz lag im Vorjahr bei etwa 35 Millionen Euro. Ab kommendem Jahr hofft man, endlich Gewinn zu machen. Mit dem Ausbau werden heuer auch neue Mitarbeiter gesucht, vor allem Fahrer, die aber nur geringfügig angestellt sind. Rund 100 neue Kräfte sollen aufgenommen werden, heißt es.