Magna möchte angesichts eines möglichen Opel-Kaufs den russischen Autozulieferer Gaz ins Boot holen. Es scheint nun sogar die Mehrheit am deutschen Automobilhersteller greifbar.
Magna-Hauptkonkurrent Fiat muss sich angesicht der Magna-Pläne ordentlich anschnallen. Denn der kanadisch-steirische Autozulieferer steigt beim Buhlen um eine Opel-Übernahme auf das Gaspedal. Anstatt eines Anteils von bis zu 50 Prozent soll nun sogar die Mehrheit Ziel der Begierde sein.
Russland macht's möglich
Dies ist aber nur aufgrund der kräftigen Mithilfe von der russischen Sberbank möglich. Diese wollte bisher nur 30 Prozent übernehmen, wäre aber laut Berichten des Handelsblatts offenbar bereit, den Anteil aufzustocken. General Motors wäre aufgrund der wirtschaftlichen Lage wohl mit einem Minderheitsanteil zufrieden zu stellen. Auch ein zweiter russischer Akteur könnte ins Spiel kommen. Der russische Autobauer Gaz soll zum Mitmachen animiert werden. Dieser könnte die Autoproduktion in Russland übernehmen.
Am Dienstag hat Magna der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen einen Plan vorgelegt. Weiter kam es auch zu einem Treffen zwischen Magnas Europa-Chef Siegfried Wolf und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Fiat zeigt ebenfalls weiterhin Interesse, Boss Sergio Marchionne hat sich bereits mit der deutschen Bundesregierung sowie mit den rheinländischen und hessischen Ministerpräsidenten beraten. Fiat hat vermutlich schlechtere Karten als die Gruppe um Magna, da das italienische Unternehmen ebenfalls als finanziell angeschlagen gilt.