Immer wieder kommt es in Israel zu Terror-Anschlägen durch die radikalen Islamisten der Hamas. Sie richten sich gegen die jüdische Bevölkerung in der Region und treffen neben Soldaten oftmals unschuldige Bewohner Israels. Erst am Dienstag raste wieder ein Auto in eine Gruppe von Passanten.
Die im Gazastreifen herrschende Hamas sagt, dies sei eine "erste Reaktion" auf einen kürzlich gestarteten groß angelegten Militäreinsatz Israels im Westjordanland, der sich gegen die dort sitzenden Terror-Zellen richtete. Auch der ORF nahm sich diesem Thema in der "ZiB" um 13 Uhr an.
Zu Wort kam dort etwa Hazem Qassem, der von einer Eskalation gegenüber dem gesamten palästinensischen Volk sprach. Im Insert bezeichnet wurde er dabei als "Sprecher Islamistische Widerstandsbewegung HAMAS". Auf Twitter ließ das die Wogen hochgehen. Sprecher einer Widerstandsbewegung? Immerhin handelt es sich bei der Hamas um eine Terrororganisation, die in Österreich und in der EU offiziell als solche gilt und deren Symbole sogar verboten sind.
Ganz so wild ist es dann aber doch nicht. Denn das Wort "Hamas" bedeutet nicht nur "Begeisterung", "Eifer" oder "Kampfgeist", sondern stellt auch ein Akronym aus "Ḥarakat al-muqāwama al-islāmiyya" dar. Oder zu Deutsch: "Islamische Widerstandsbewegung." Rein theoretisch ist das Insert also richtig.
Ob man diese Selbstbezeichnung aber im TV "affirmativ und unkommentiert übernehmen sollte", sei die andere Frage, gibt der Wiener Nahost-Thinktank "Mena-Watch" zu Bedenken. Ungewöhnliche Allianz: Auch vom FPÖ-Mariahilf-Obmann Leo Kohlbauer kommt Kritik, diese bezieht sich aber auf eine "fragwürdige und tendenziöse Berichterstattung" des ORF generell. Der dritte Wiener Landtagspräsident Manfred Juraczka ist "ohne Wort".