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Österreich gehen immer öfter die Medikamente aus

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:15

Nicht nur die Impfstoffe werden knapp, auch bestimmte Medikamente wie Antibiotika und Krebsmedikamente sind immer öfter nicht lieferbar. Zu den Ursachen gibt es mehrere Theorien, eine davon ist, dass Österreich, als Medikamentenpreis-Eldorado für große Pharmafirmen zu klein und unprofitabel ist.

, auch bestimmte Medikamente wie Antibiotika und Krebsmedikamente sind immer öfter nicht lieferbar. Zu den Ursachen gibt es mehrere Theorien, eine davon ist, dass Österreich, als Medikamentenpreis-Eldorado für große Pharmafirmen zu klein und unprofitabel ist.

"Dieses Medikament gibt es derzeit nicht, das muss ich meinen Kunden immer öfter mitteilen", sagt die Wiener Apothekerin Ilona Leitner zu "Ö1". Auch Gert Wiegele, Leiter des Hausapothekenreferats in der Ärztekammer klagt: "Es gibt zum Beispiel Medikamente, die ganz gut bei Wadenkrämpfen wirken - das wird bei uns nicht mehr geliefert, in Deutschland gibt es sie sehr wohl. Im Inland gibt es sie nicht, aber im Ausland kann ich sie besorgen."

Gesundheitsökonom Ernst Pichlbauer sieht die Schuld bei den Pharmariesen. Da sie von unseren Sozialversicherungen nur sehr wenig für ihre Medikamente erhalten, würde Österreich anstatt be- nur mitbeliefert werden. "Und wenn dann ein Standort von einem großen Produzenten schließt, der 90 Prozent Marktanteil hat, dann ist das ein Monopolist, und das ist schlecht." so Pichlbauer zu "Ö1"

Pharmariesen legen Produktionsstätten zusammen

Auch der Preisdruck ist ein Problem. So werden immer mehr Standorte geschlossen und nur wenige große erhalten: "Sie fusionieren, um irgendwelche Synergieeffekte zu heben, und sie machen dann ihre Gewinne, indem sie ihre Produktionsstätten zusammenlegen, reduzieren und ins Ausland verlegen. Und wenn wir die Preise weniger stark drücken würden, würden diese Dinge wahrscheinlich auch nicht passieren."

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