Osterverkehr: Aktion scharf bei Polizei

Nicht nur aufgrund der Flüchtlingskrise, sondern auch nach den Terroranschlägen am Dienstag in Brüssel wird der Grenzverkehr in ganz Europa strenger kontrolliert, als bisher. Dadurch wird auch der Urlaubsverkehr beeinträchtigt. Betroffen sind nicht nur die Autobahnen, sondern auch Bundes-, Landes- und Landstraßen. Angehalten werden vor allem Fahrzeuge, in denen durch ihre Bauart die Unterbringung von Flüchtlingen möglich ist. Wartezeiten gibt es vor allem in Richtung Norden, d.h. beim Rückreiseverkehr nach Deutschland.

Nicht nur aufgrund der Flüchtlingskrise, sondern auch nach den wird der Grenzverkehr in ganz Europa strenger kontrolliert, als bisher. Dadurch wird auch der Urlaubsverkehr beeinträchtigt. Betroffen sind nicht nur die Autobahnen, sondern auch Bundes-, Landes- und Landstraßen. Angehalten werden vor allem Fahrzeuge, in denen durch ihre Bauart die Unterbringung von Flüchtlingen möglich ist. Wartezeiten gibt es vor allem in Richtung Norden, d.h. beim Rückreiseverkehr nach Deutschland.




Die Polizei kündigte an, von Karfreitag bis Ostersonntag besonders intensiv zu kontrollieren. Behinderungen durch den starken Reiseverkehr erwartet die Polizei besonders auf der Inntal- und Brennerautobahn, auf der Arlbergschnellstraße bei Zams vor dem Perjentunnel sowie im gesamten Verlauf der Fernpass- und Zillertalstraße. Trotz der nun zweispurigen Kontrollen könne es auch bei der Ausreise auf der Inntalautobahn bei Kufstein zu Wartezeiten kommen.

Wegen der Lkw-Fahrverbote am Karfreitag in Richtung Deutschland und Italien und am Karsamstag in Richtung Italien rechnet die Polizei am Dienstag nach Ostern auf der Inntal- und Brennerautobahn mit einem besonders hohen Schwerverkehrsaufkommen. Auch Pendler sollten gegebenfalls mehr Zeit einkalkulieren.
Für Österreicher, die in Richtung deutsches Eck fahren: Längere Schlangen bilden sich laut ÖAMTC vor allem an den Autobahnübergängen Suben (A 3 Linz - Passau), Walserberg (A 8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein - Rosenheim). Die Behörden wollen aber zwei Spuren zur Verfügung stellen, um die Situation zu entschärfen. Besonders groß ist die Staugefahr an den Wochenenden und Feiertagen. In den Spitzenzeiten müssen Autofahrer Wartezeiten von bis zu zwei Stunden in Kauf nehmen!




Ausweichrouten:


Griesen (B 23/B 187) auf der Route Fernpass - Lermos - Garmisch-Partenkirchen
Mittenwald/Scharnitz (B 2/B 177) auf der Route Zirler Berg - Seefeld - Mittenwald
Wildbichl (S2093) auf der Route Kufstein - Aschau - Prien
Achenpass (B 307/B 181) auf der Route Jenbach - Lenggries - Bad Tölz
Kössen (B 176) auf der Route Kitzbühel - St. Johann i.T. - Marquartstein - Bernau (A 8)
Melleck/Steinpass (B 21/B 178) auf der Route Lofer - Unken - Bad Reichenhall
Simbach am Inn (B 12) auf der Route Braunau - Mühldorf (A 94)


Mit Verzögerungen muss hingegen rechnen, wer über die folgenden Grenzstellen nach Bayern will: Wegscheid (B 388), Passau-Neuhaus (B 512), Freilassing (B 304) und Kiefersfelden (Bundesstraße). Deutschland und Österreich haben sich darauf verständigt, dass die Einreise der Flüchtlinge vor allem über diese Übergänge abgewickelt wird.

Kontrollen auch in Österreich

Seit Herbst 2015 überwacht auch Österreich seine Grenzen zu Ungarn, Slowenien und der Slowakei. Dadurch ist laut ÖAMTC mit wechselnden Wartezeiten an den Übergängen zu rechnen.

Die größten Behinderungen


Übergang Spielfeld auf der Route Maribor - Graz. Sowohl am Autobahnübergang (A 9) als auch an der parallel verlaufenden Bundesstraße B 67 sind Staus die Regel. Bei Spielfeld ist die Grenzstelle an der Bundesstraße B 67, die längere Zeit gesperrt war, tagsüber zwischen 6 und 22 Uhr geöffnet. In den Nachtstunden zwischen 22 und 6 Uhr kann über den Autobahngrenzübergang auf der A 9 ausgewichen werden, der von der nächtlichen Sperre nicht betroffen ist. Für diesen Autobahnabschnitt gilt aber auf beiden Seiten der Grenze Vignettenpflicht. Ob die faktische Schließung der so genannten Balkanroute für Flüchtlinge mittelfristig zu einer Entspannung im regulären Reiseverkehr bei Spielfeld führen wird, ist derzeit schwer einzuschätzen.
Entspannt hat sich hingegen die Situation an den Grenzübergängen Nickelsdorf (A 4), an der Autobahn Budapest-Wien und Kittsee (A 6) an der Autobahn Bratislava - Wien. Grund: Über Ungarn und die Slowakei gelangen nur noch wenige Flüchtlinge nach Österreich. Wartezeiten sind dennoch nicht auszuschließen.


Lesen Sie weiter: Kontrollen Österreich - Italien

Kontrollen Österreich - Italien

Spätestens ab Mitte April soll auch die Grenze zu Italien bei der Einreise strenger kontrolliert werden. Im Fokus stehen laut ÖAMTC vor allem:


die Brennerroute (Autobahn A 13/A 22 und Bundesstraße B 182/SS 12). Die Geschwindigkeit des Verkehrs soll hier generell auf 30 km/h gedrosselt werden. Die Kontrollen auf österreichischer Seite finden auf Sicht statt. Fahrzeuge, die überprüft werden sollen, werden in eine eigene Kontrollzone geleitet. Darüberhinaus wird die italienische Polizei verdächtige Autos bereits im Abschnitt zwischen Brixen und Sterzing überprüfen. Dadurch soll verhindert werden, dass der Brenner zum Nadelöhr wird.
das Pustertal bei Sillian (B 100/SS 49) und
die Route Nauders - Reschenpass (B 180/SS 40).


Damit soll auf eine mögliche Verlagerung der Flüchtlingsströme von der Balkanroute nach Italien reagiert werden. Die jetzt geplanten Maßnahmen sollen denen am Grenzübergang Spielfeld (Slowenien) ähneln. Nahe gelegene Ausweichrouten zu den drei oben genannten Brennpunkten gibt es derzeit nicht. Die Passstraßen über das Timmelsjoch und den Stallersattel haben noch bis voraussichtlich Mai Wintersperre.

Griechenland - Serbien - Kroatien - Slowenien

Längere Aufenthalte sind auch bei der Einreise von Mazedonien nach Serbien, von Serbien nach Kroatien und von Kroatien nach Slowenien einzuplanen. Dies gilt sowohl entlang der Hauptroute Skopje - Nis - Belgrad - Zagreb - Ljubljana als auch auf Neben- und Ausweichstrecken. Die oben genannten Staaten lassen derzeit nur noch Personen einreisen, die über ein Visum bzw gültige Aufenthaltstitel verfügen. EU-Bürger (also auch österreichische Staatsbürger) sind davon nicht betroffen. Sie können in alle genannten Staaten frei mit einem gültigen Reisepass oder Personalausweis einreisen.
Zugespitzt hat sich hingegen die Lage an den Grenzen zwischen Griechenland und Mazedonien. Hier sitzen Zehntausende Flüchtlinge fest. Vereinzelt kommt es zu Ausschreitungen. Dadurch ist auch der normale Reiseverkehr beeinträchtigt. Dies gilt insbesondere für die wichtigste Grenzstelle Evzoni/Gevgelja auf der Strecke Thessaloniki – Skopje. Störungen sind auch im grenzüberschreitenden Bahnverkehr einzuplanen, wie der ÖAMTC vermeldet.

Lesen Sie weiter: Die Situation in Ungarn, Skandinavien und Westeuropa

Die Situation in Ungarn

Seit Ende 2015 sind die Grenzen zwischen Ungarn und Serbien sowie Ungarn und Kroatien durch einen Zaun abgeriegelt. Die Flüchtlingsströme bewegen sich seither an Ungarn vorbei. Da die Regierung dennoch an verstärkten Kontrollen festhält, sind bei der Einreise nach Ungarn am wichtigsten Übergang Horgos-Röszke auf der Autobahn Belgrad - Budapest sowie an allen anderen Grenzstellen zu Serbien und Kroatien Wartezeiten wahrscheinlich. Mit Verzögerungen muss auch rechnen, wer von Rumänien nach Ungarn will.

Skandinavien und Westeuropa

Inzwischen haben die Kontrollen auch auf die Länder in Skandinavien übergegriffen. Seit Dezember überwacht Schweden verstärkt seine Außengrenzen. Betroffen sind laut ÖAMTC unter anderem die Straßenverbindung über die Öresundbrücke und die Fährhäfen an der Ostsee. Bahnreisende nach Schweden müssen seit Anfang des Jahres generell am dänischen Grenzbahnhof Kopenhagen-Kastrup umsteigen und werden dort kontrolliert.
Um zu verhindern, dass sich Flüchtlinge in Kopenhagen stauen, kontrolliert Dänemark ebenfalls verstärkt an seinen Grenzen zu Deutschland. Meldungen zu längeren Staus liegen bislang nicht vor, Autofahrer sollten laut ÖAMTC aber aufmerksam die Verkehrsmeldungen verfolgen.

In Norwegen müssen Fährreisende sowohl bei der Abfahrt als auch bei der Ankunft der Schiffe generell einen Pass oder Personalausweis vorzeigen.

Für den Fall, dass die Flüchtlingskrise längerfristig andauert, erwägen auch die Niederlande und Belgien stärkere Kontrollen an den Grenzen zu Deutschland. Um Schleuser zu fassen, setzen die Niederlande seit Februar mobile Einheiten ein. Systematische Grenzkontrollen gibt es aber nicht.

Auch in der Schweizer Regierung wird derzeit über die Einführung von Grenzkontrollen diskutiert, Beschlüsse gibt es bislang aber keine. Von Grenzkontrollen wären insbesondere die Gotthard- und San Bernadino-Route betroffen, möglicherweise auch die Grenzen zu Deutschland. Tipps vom ÖAMTC


Aktuelle Verkehrsmeldungen sowie Informationen zu den Grenzwartezeiten gibt es bei der .
Informationen zu Slowenien findet man auf der Homepage der slowenischen Verkehrsbehörde (in englischer Sprache)
Infos zu Kroatien auf der Internetseite des kroatischen .
Reisende (auch Kinder) müssen stets gültige Ausweispapiere mit sich führen.
Darüber hinaus sollte man unbedingt darauf verzichten, Anhalter mitzunehmen, die über keine gültigen Aufenthaltstitel für die Transitländer verfügen.
Zur Situation in Ungarn weist das Außenministerium darauf hin, dass eine Hilfeleistung zur illegalen Überquerung der ungarischen Staatsgrenzen nach ungarischem Recht den Tatbestand des Menschenschmuggels erfüllt und eine Freiheitsstrafe von bis zu acht Jahren zur Folge haben kann.
Wer eine grenzüberschreitende Rundreise in südosteuropäischen Staaten gebucht hat, sollte sich an seinen Reiseveranstalter wenden. Möglicherweise sind Änderungen im Reiseprogramm erforderlich.

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