Der nächste Paukenschlag im Skandalprozess rund um US-Rapper Sean "Diddy" Combs: Seine Anwälte wollen das Urteil gegen den Musikmogul jetzt komplett aufheben lassen.
Vor einem Berufungsgericht in New York forderte, laut DPA, das Verteidigungsteam, die Verurteilung vollständig zu annullieren. Die Begründung: Diddy sei zu Unrecht schuldig gesprochen worden – außerdem sei die Strafe viel zu hoch ausgefallen.
Star-Anwältin Alexandra Shapiro machte vor Gericht klar: Das Urteil sei nicht gerechtfertigt. Ihrer Ansicht nach handle es sich sogar um die härteste Strafe, die je in einem vergleichbaren Fall verhängt wurde.
Auch die Richter selbst räumten ein, dass der Fall kompliziert ist – sie bezeichneten ihn als "außergewöhnlich schwierig". Eine Entscheidung steht allerdings noch aus.
Zur Erinnerung: Combs war 2025 in zwei Punkten schuldig gesprochen worden – wegen der Nötigung von Frauen zur Prostitution. Bei den schwersten Anschuldigungen wie Menschenhandel und organisierter Kriminalität wurde er jedoch freigesprochen.
Das Gericht verhängte eine Haftstrafe von vier Jahren und zwei Monaten plus Geldstrafe. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft sogar mehr als elf Jahre gefordert.
Im Verfahren hatten mehrere Frauen ausgesagt, der Rap-Star habe sie bedroht, geschlagen und zu sexuellen Handlungen gezwungen. Auch seine Ex-Partnerin Cassie Ventura belastete ihn schwer.
Diddy selbst weist sämtliche Anschuldigungen zurück.
Aktuell sitzt der einstige Hip-Hop-Milliardär in einem US-Gefängnis. Seine geplante Entlassung ist für April 2028 angesetzt.
Ob es dazu kommt, hängt jetzt vom Berufungsgericht ab. Sollte das Urteil tatsächlich gekippt werden, könnte Diddy deutlich früher auf freien Fuß kommen.