"Zwei Spiele, vier Punkte: Die Neustart-Bilanz der Austria ist auf den ersten Blick nicht schlecht. Näher betrachtet, geben die Auftritte aber Grund zur Sorge.
Toni Pfeffer stellte zuletzt sogar ein körperliches Problem fest. Dazu sage ich: Die Statistik lügt nicht! Wer zum Schluss die meisten Tore erhält, da spielt der körperliche Zustand natürlich eine Rolle – neben fehlender Qualität und Unkonzentriertheit. Wer müde ist, wird unkonzentriert und macht Fehler. Top-Fitness war und ist die Voraussetzung, um erfolgreich zu sein.
„"Belastung ist für einen Profi bewältigbar"“
In meiner Zeit als Rapid-Trainer waren wir das Team mit den am meisten erzielten Toren im Finish – wir wurden Meister. Um erfolgreich zu sein, braucht es auch ein eingespieltes Team. Da sehe ich das nächste Austria-Problem: Die Rotation. Nach nur einem Spiel macht sie keinen Sinn. Im Gegenteil: Durch zu viele Wechsel kommt Unruhe in eine Mannschaft, entwickelt sich kein Gefüge, kein Rhythmus. Zwei, drei Spieler tauschen, okay, aber nicht sieben. Und es ist auch nicht notwendig. Die aktuelle Belastung ist für einen fitten Profi bewältigbar. Möglich aber, dass Trainer, die nicht selbst gespielt haben, schwerer erkennen, wie ein Team wirklich funktioniert.
Ernst Baumeister hat auf höchstem Niveau gespielt. Es ist gut für den heimischen Fußball, dass er wieder bei der Admira ist. Und es ist ein Zeichen, dass seine Generation nicht zum alten Eisen gehört."