Mit einer klaren Rollenverteilung: Hier der Titelverteidiger als Favorit, dort der Zweitligist als Außenseiter. Druck haben beide. Der Underdog-Spruch "Wir haben nichts zu verlieren" zählt nicht. Schließlich würde man das Pokal-Finale verlieren. Und das will keiner.
Ich habe als Spieler beides erlebt. Als Favorit mit Tirol 1989 gegen die Admira gewonnen, ein Jahr zuvor mit Tirol gegen Krems verloren – damals noch mit Hin-und Rückspiel.
Auswärts haben wir jeweils 0:2 verloren. Daheim gerieten wir beide Male 0:1 in Rückstand, beide Male in Minute 13. Gegen die Admira gewannen wir noch 6:2, gegen Krems nur 3:1 – zu wenig, der Außenseiter holte den Titel.
Kann das jetzt auch Lustenau gelingen? Klar ist: Für eine Sensation braucht es Glück, einen guten Spielverlauf, einen Gegner, der nicht richtig ins Spiel kommt – und fußballerische Klasse. Nur mit viel Laufen alleine bezwingt man Salzburg nicht.