"Leute, wir müssen endlich aufhören, Austropop zu verklären!" Mit diesem Appell startet Musiker Rahel ihr viel diskutiertes Instagram-Video. Besonders hart geht sie mit Ludwig Hirsch ins Gericht. Sein Song "Spuck den Schnuller aus" würde ihrer Meinung nach "Pädophilie zelebrieren". Auch Georg Danzers "Vorstadtcasanova" bezeichnet sie als "wahnsinnig ekelhaft", Falco nennt sie "misogyn".
Die Aussagen sorgen seither für heftige Diskussionen. Zahlreiche User werfen der Musikerin vor, die Texte völlig aus dem Zusammenhang zu reißen. Gerade Hirsch habe mit seinen Liedern gesellschaftliche Missstände aufgezeigt – und keineswegs verherrlicht.
Auch prominente Stimmen schalten sich ein. Journalist Florian Klenk schreibt: Hirsch zelebriert Pädophilie nicht sondern hat sie thematisiert. Das ist Unfug," während zahlreiche User seiner Meinung sind: Kommentare wie "Oje, leider nix verstanden!" oder "wahnsinnig schlecht recherchiert", häufen sich unter dem Video.
Von der Kritik zeigt sich Rahel jedoch unbeeindruckt. Zwar habe sie nicht erwartet, dass ihr Video derart "für Furore sorgen würde", an ihrer Haltung hält sie aber fest. Sexismus sei im Austropop "regelmäßig ein Thema", schreibt sie.
Ob problematische Inhalte tatsächlich immer nur satirisch oder gesellschaftskritisch gemeint seien, "wage ich zu bezweifeln". Deshalb müsse Austropop ihrer Meinung nach künftig kritischer hinterfragt werden.