Nach widersprüchlichen Aussagen rund um diplomatische Versuche, den Iran-Krieg zu beenden, hat Pakistans Außenminister Ischak Dar jetzt bestätigt, dass es indirekte Verhandlungen zwischen Washington und Teheran gibt – vermittelt von Pakistan. "In der Tat finden indirekte Gespräche zwischen den USA und dem Iran statt, wobei Pakistan Botschaften übermittelt", schrieb Dar am Donnerstag im Onlinedienst X. Weitere Spekulationen über "Friedensgespräche" seien laut ihm "unnötig".
Ein von mehreren Medien zitierter US-Vorschlag für einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Kriegs wurde laut Dar bereits von pakistanischen Vermittlern an die Führung in Teheran übergeben, derzeit werde darüber beraten. "Auch die befreundeten Länder Türkei und Ägypten, um nur einige zu nennen, unterstützen diese Initiative", so der pakistanische Außenminister weiter.
Damit gibt es erstmals eine offizielle Bestätigung aus Islamabad, dass Pakistan im Iran-Krieg eine vermittelnde Rolle spielt. Das Land pflegt seit Jahren enge Beziehungen sowohl zum Nachbarland Iran als auch zu den USA.
US-Präsident Donald Trump hatte zuvor von laufenden Verhandlungen gesprochen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi hingegen wies sowohl direkte als auch indirekte Gespräche zurück. Am Mittwochabend räumte Araghtschi aber ein, dass Nachrichten über "befreundete Länder" ausgetauscht werden. Das sei aber "weder ein Dialog noch eine Verhandlung".
Israel und die USA hatten am 28. Februar mit gemeinsamen Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, mehrere Golfstaaten sowie auf US-Einrichtungen in der Region.