In der nordspanischen Stadt Pamplona ist das bekannte Stierhatz-Festival mit einer feierlichen Eröffnung gestartet.
Vor über 12.000 Menschen wurde traditionell die Eröffnungsrakete „Chupinazo“ vom Balkon des Rathauses abgefeuert. Das neuntägige Fest ist vor allem durch die umstrittenen Stierläufe bekannt.
Die sogenannten „Sanfermines“ werden zu Ehren des Stadtheiligen San Fermín gefeiert. Bereits seit dem späten 16. Jahrhundert finden die Festlichkeiten jedes Jahr im Juli statt. Am Eröffnungstag versammelten sich zahlreiche Menschen auf den Straßen, tanzten, sangen und schwenkten rote Halstücher – ein typisches Bild für dieses Fest.
Wie "l'essentiel" berichtet, werden bis zum 14. Juli jeden Vormittag sechs Kampfstiere durch die engen Altstadtgassen in die Arena getrieben.
Über die 875 Meter lange Strecke laufen Hunderte Menschen vor den rund 600 Kilogramm schweren Bullen. Jährlich werden dabei Dutzende verletzt. Seit 1924 gab es 16 Todesopfer, zuletzt 2009.
Am Abend erwartet die Stiere in der Arena oft der Tod, denn dann finden die Stierkämpfe statt. Doch das Fest bietet neben dem Stierlauf auch Konzerte, Prozessionen und weitere Veranstaltungen, die Besucher aus aller Welt anlocken.
Tierschützer protestieren seit Jahren gegen das Stiertreiben und sprechen von „mittelalterlicher Tortur“.
Dennoch zieht das Festival vor allem Gäste aus Europa, Australien, Asien und den USA an. Erwähnt wird die Stadt Pamplona auch im Roman „Fiesta“ von Ernest Hemingway, der 1926 erschien.