Ab Donnerstag sind die bekannten silbrigen Panini-Stickerpäckchen erhältlich.
2 Euro kostet ein Packerl, diesmal mit sieben statt fünf Bildern. Das offizielle Album zur WM 2026 gibt’s ebenfalls um 2 Euro, das hochwertigere Hardcover um 9,99 Euro.
Nach dem Lizenz-Zoff bei der EM 2024 kehrt der alte Bekannte zurück. Damals hatte Konkurrent Topps übernommen – mit durchwachsenem Ergebnis. Große Stars fehlten, Trikots auch. Viele Sammler waren enttäuscht, die Verkäufe blieben hinter früheren Turnieren zurück.
Jetzt ist Panini wieder am Ball – und das gewohnt stark. Die WM 2026 bringt so viele Teams wie noch nie: 48 Nationen kämpfen um den Titel. Für Sammler heißt das: länger sammeln, mehr kleben. Insgesamt umfasst die Kollektion stolze 980 Sticker – deutlich mehr als noch 2022.
Hinter dem beliebten Kindervergnügen steckt ein riesiges Geschäft: Seit der WM 1970 produziert Panini das offizielle Sammelalbum, lizenziert direkt von der FIFA. Im Jahr 2018 erzielte Panini einen Umsatz von 1,4 Milliarden Dollar, wobei das WM-Jahr die Zahlen jeweils stark steigen lässt. Die Winter-WM 2022 in Katar brachte allerdings geringere Einnahmen als erwartet.
Die WM 2026 findet nun wieder in der traditionellen Jahreszeit statt und umfasst erstmals 48 Teams. Besonders in den USA, Kanada und Mexiko, wo das Turnier ausgetragen wird, rechnet Panini mit starkem Absatz. Vor allem der US-Markt gilt als Goldgrube für Sammelartikel.
Panini setzt nicht nur auf das klassische Papieralbum, sondern auch auf die digitale Sammel-App, mit der du Päckchen öffnen, Sticker tauschen und dein Dream-Team zusammenstellen kannst.
Dennoch sind die Sticker weiter das Wichtigste: Manche – etwa die von Stars wie Lionel Messi oder Kylian Mbappé, erzielen auf Auktionsplattformen wie eBay beachtliche Preise. Limitierte Auflagen, Druckfehler oder Glanzversionen sind besonders begehrt, ein echter Tauschmarkt entsteht, bei dem Doppelte um hohe Summen gehandelt werden – das Panini-Album ist längst mehr als nur Nostalgie.