In Niederösterreich verzeichnet die ÖAMTC-Pannenhilfe derzeit rund 30 Prozent mehr Einsätze als noch vor einer Woche. Allein am Montag (18. Juni) mussten die Gelben Engel 380-mal ausrücken.
In Niederösterreich verzeichnet die ÖAMTC-Pannenhilfe derzeit rund 30 Prozent mehr Einsätze als noch vor einer Woche. Allein am 18. Juni mussten die Gelben Engel 380 Mal ausrücken.
Bereits in den vergangenen Tagen erreichten die Temperaturen in Österreich Rekordwerte für das heurige Jahr. Und es soll weiterhin heiß bleiben. "Für das Wochenende ist zwar leichte Abkühlung in Sicht, bis dahin ist es für die Pannenfahrer aber noch ein langer Weg", weiß Gerhard Samek, Leiter der ÖAMTC-Pannenhilfe. "Speziell in den Ballungsräumen ist derzeit ein Ansteigen der Einsatzzahlen zu bemerken." In Niederösterreich verzeichnet die Pannenhilfe des Clubs derzeit rund 30 Prozent mehr Einsätze als noch vor einer Woche. Allein am Montag (18. Juni) mussten die Gelben Engel 380-mal ausrücken.
Technischer Defekt
Hohe Temperaturen in Kombination mit städtischem Stop-and-Go-Verkehr überlasten das Kühlsystem - der Motor überhitzt. Aber auch Probleme bei der Elektronik treten bei Hitze verstärkt auf. Auch im Sommer ist die klassische Starthilfe der häufigste Einsatzgrund. "Autobatterien sind nicht nur für Kälte anfällig, sondern werden auch bei Hitze instabil", erklärt Samek. "Im schlimmsten Fall muss die Batterie sogar getauscht werden." Daher nehmen die ÖAMTC-Pannenfahrer im Sommer wie im Winter so viele Ersatzbatterien in ihrem Einsatzfahrzeug mit, wie möglich.
Konzentrationsmangel
Dass die hochsommerlichen Bedingungen auch am Menschen nicht spurlos vorübergehen, beweist die Zunahme von selbst verursachten Pannen. Autofahrer leiden bei Hitze häufig unter Konzentrationsmangel, daher geschehen öfter Missgeschicke wie Aussperren aus dem Auto oder Falschtanken.
+++ Hitzetipps fürs Auto +++
Hitzekammer
Messungen zeigen, dass sich der Fahrzeuginnenraum in der Sonne sehr schnell aufheizt. Am Armaturenbrett können die Temperaturen bis zu 80 Grad erreichen. "Wer keinen der begehrten Parkplatze im Schatten ergattert und trotzdem erträglichere Temperaturen im Fahrgastraum haben möchte, sollte silberbeschichtete Matten auf der Außenseite der Windschutzscheibe anbringen", rät der ÖAMTC-Experte. Die Sonnenstrahlen werden damit reflektiert und können nicht mehr durch die Scheibe eindringen. Auch ein Sonnenschutz aus Karton, den man innen anbringt, kann Abhilfe schaffen und die Temperatur im Fahrzeug um bis zu 25 Grad Celsius nach unten drücken.