Zwei Jugendliche (17, 19) sollen den Familienvater in der Nacht zum 18. Dezember 2022 geschlagen haben. Der Rauferei war ein Streit vorausgegangen. Das Opfer kam ins Spital, wo es kurz darauf an einer Hirnblutung starb. Diese konnte aber nicht mit vollständiger Sicherheit auf die Schläge zurückgeführt werden.
Der 19-jährige Syrer hatte sich von Anfang an schuldig bekannt, während der 17-jährige Burgenländer abstritt, an der Rauferei beteiligt gewesen zu sein. Das Schöffengericht am Landesgericht Eisenstadt sah aber beide wegen versuchter schwerer Körperverletzung schuldig, beide bekamen 15 Monate Haft, davon 14 bedingt. Wirklich ins Gefängnis werden die beiden aber nicht mehr müssen, den unbedingten Monat haben sie bereits in der U-Haft abgesessen.
Mit dem Urteil folgte man dem gerichtsmedizinischen Gutachten. Dieses hatte die Hirnblutung nicht mit Sicherheit auf die Schläge zurückführen können. Die beiden Angeklagten hätten den Tod daher nicht zu verantworten, entschied Richterin Birgit Falb. Die beiden müssen nun jeweils 100 Euro Schmerzensgeld an die Töchter des Verstorbenen zahlen, bekommen Bewährungshilfe. Die Verurteilten und die Staatsanwaltschaft nahmen das Urteil an.
Nach einer Prügelei vor einer Disco vergangenen Dezember verstarb ein Mann (42).
Die Hirnblutung, die schlussendlich zum Tod führte, könnte auch andere Ursachen haben, etwa einen Sturz zuvor in der Disco, so der Sachverständige vor Gericht. Laut Zeugen sei der Mann in der Garderobe umgefallen und auf den Kopf gestürzt. Auch die genaue Quelle für die Hirnblutung habe man nicht gefunden, so die Gutachterin laut "APA".
Der 19-Jährige wurde außerdem verurteilt, weil er auch zweimal auf den Freund des Opfers eingeschlagen hat, als dieser ihn festhalten wollte. Dieser erlitt dabei einen Nasenbeinbruch und zwei Brüche im Bereich der rechten Augenhöhle. Laut Richterin hatte es sich dabei um eine Notwehrüberschreitung gehandelt. Der Mann habe den 19-Jährigen zwar angegriffen, aber aufgrund der Alkoholisierung hätte sich dieser auch leichter wehren können, stellte die Richterin fest. Der 19-Jährige muss dem Verletzten nun 1.500 Euro zahlen.