Jahrelang hier, kein Deutsch

Parallelwelt Wien: "Kopftuch aus Angst vor Mobbing"

Kein Deutsch, kein Job, kaum Kontakte: Mitten in Wien leben muslimische Frauen abgeschottet – jetzt schlagen "Heute"-Leser Alarm.
Christoph Weichsler
28.03.2026, 17:31
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Mitten in Wien – und trotzdem ausgeschlossen vom Leben! Immer wieder werden Fälle bekannt, in denen Frauen seit Jahren in Österreich leben, aber kein Deutsch sprechen, nicht arbeiten und kaum Kontakt zur Außenwelt haben. Ihr Alltag spielt sich fast ausschließlich in der Wohnung ab, Entscheidungen treffen andere. Ein selbstbestimmtes Leben? Für viele Fehlanzeige.

Besonders drastisch zeigt das der Fall von Samira. Die Syrerin lebt seit rund zehn Jahren in Wien, durfte aber weder Deutsch lernen noch eigenständig Termine erledigen oder Freundschaften aufbauen. Selbst telefonieren ging nur mit Erlaubnis ihres Mannes. "Ich hatte nicht einmal einen Wohnungsschlüssel", erzählt sie im "Standard". Ihr Leben: abgeschottet, kontrolliert, wie ein Käfig mitten in der Stadt.

Leser melden sich zu Wort

Nach solchen Berichten haben sich Leser bei "Heute" gemeldet – und bestätigen, dass das Problem größer ist, als viele glauben. Sie schildern ähnliche Beobachtungen aus ihrem Umfeld: Frauen, die seit Jahren hier leben, aber kein Wort Deutsch sprechen, kein eigenes Geld haben und im Alltag komplett abhängig sind.

Immer wieder ist dabei von streng religiös geprägten Familien die Rede, in denen traditionelle Rollenbilder konsequent durchgesetzt werden. Männer bestimmen, Frauen bleiben zu Hause. Integration findet kaum statt – und bleibt oft auch gar nicht gewünscht.

Druck beginnt schon bei Kindern

Besonders alarmierend: Laut Rückmeldungen der "Heute"-Leser zeigt sich der Druck nicht nur bei Erwachsenen, sondern bereits bei Kindern. Mädchen würden sich anpassen, um nicht aufzufallen oder ausgeschlossen zu werden. Kleidung, Verhalten und Regeln würden vorgegeben – nicht immer freiwillig, sondern oft aus Angst vor sozialem Druck.

Viele sehen darin eine gefährliche Entwicklung. Denn was über Jahre gelebt wird, wird für die nächste Generation schnell zur Normalität – und kaum noch hinterfragt.

Angst um Frauenrechte wächst

In den Zuschriften wird auch eine grundsätzliche Sorge deutlich: Frauenrechte seien keine Selbstverständlichkeit. Sie müssten aktiv geschützt werden, auch in Österreich. Einige ziehen Parallelen zu Ländern, in denen sich gesellschaftliche Verhältnisse innerhalb weniger Jahre stark verändert haben.

Kritisiert wird vor allem, dass solche Themen oft nur vorsichtig angesprochen werden. Dabei gehe es nicht um Einzelfälle, sondern um grundlegende Fragen des Zusammenlebens.

Gewalt und der schwierige Ausbruch

Dass Isolation und Kontrolle oft mit Gewalt einhergehen, zeigt auch Samiras Geschichte. Erst als die Polizei einschritt, konnte sie sich langsam aus ihrer Situation lösen. Danach begann ein mühsamer Weg zurück in ein eigenständiges Leben – Schritt für Schritt, mit Unterstützung.

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Heute lernt sie Deutsch und versucht, sich eine Zukunft aufzubauen. Für viele Frauen beginnt dieser Weg mit einem kleinen Schritt – mit einem Termin, einem Gespräch, einem ersten Satz auf Deutsch.

{title && {title} } CW, {title && {title} } 28.03.2026, 17:46
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