Niederösterreich

Parkverbot verhängt, weil Bewohner Garage nicht nutzen

Die Wohnhausanlagen in der Hollabrunner Ferry-Sehergasse sind beliebt, die dazugehörigen Garagenplätze weniger. Die Stadt handelte deshalb.
18.05.2022, 09:33

In der Ferry-Sehergasse in Hollabrunn wurden in den vergangenen Jahren neue Wohnhausanlagen mit Dutzenden Wohnungen fertig gebaut. Zu den Einheiten wurden auch zugehörige Stellplätze in Tiefgaragen eingeplant. Doch im Gegensatz zu den Wohnungen erfreuen sich diese laut Stadt nicht all zu großer Beliebtheit.

Während in der Garage Stellplätze frei bleiben, behindern demnach parkende Fahrzeuge die Rettungswege. Die Stadtfeuerwehr hatte bereits mit der Situation zu kämpfen, da die Zufahrt für große Fahrzeuge durch parkende PKWs stark erschwert ist, auch die Müllabfuhr sei betroffen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Bürgermeister nimmt Stellung

Die Stadtgemeinde Hollabrunn wird deshalb nun in diesem Bereich ein großes "Halten und Parken verboten" verordnen. Nicht nur in der Ferry-Sehergasse, auch in den umliegenden Gassen sei es aus verschiedenen Gründen notwendig, Parkmöglichkeiten behördlich einzuschränken.

Bürgermeister Alfred Babinsky erklärt: "Bei jedem Bauvorhaben müssen für jede Wohneinheit 1,5 Stellplätze errichtet werden. Das ist selbstverständlich auch bei diesen Wohnhausanlagen geschehen, weshalb genügend Parkplätze für die Anrainer zur Verfügung stehen. Als Bürgermeister ist es meine Pflicht, auf die Sicherheit der Bevölkerung in der Stadt zu schauen. Wenn dafür Parkverbotszonen eingerichtet werden müssen, dann muss ich leider auch diese unpopuläre Maßnahme setzen."

Die Feuerwehr hatte schon Probleme bei Einsätzen.
Stadtgemeinde Hollabrunn

Kurzparkzone bei Geschäften

Um den Kundenverkehr der nahegelegenen Betriebe weiterhin zu ermöglichen, werden außerdem noch weitere fixe Stellplätze in Kurzparkzonen umgewandelt. Auch ein kürzlich eröffneter Kindergarten durch den ein Gehsteig verlängert wurde, lässt Parkplätze wegfallen.

Nicht alle Bewohner sind über die Maßnahmen glücklich. Einige sprechen von Planungsfehlern bei der Breite der Straße und kritisieren mangelnde Parkmöglichkeiten für Besucher.