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Patient starb nach verwechselter Spritze: Ärztin ver...

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:35

Ein steirischer Unternehmer starb vor zwei Jahren nach einer ambulanten Chemotherapie im LKH Graz. Ihm wurde die falsche Spritze verabreicht. Nun wurde die Ärztin, die dafür verantwortlich ist, zu einer Geldstrafe verurteilt. Zwei Mitangeklagte wurden freigesprochen.

Der Mann war im Dezember 2013 in die Ambulanz des LKH Graz gekommen, um eine ambulante Chemotherapie für seine Leukämie zu erhalten. Die behandelnde Ärztin dürfte dabei die Spritzen verwechselt haben. Die Substanz, die in die Vene gespritzt werden sollte, verabreichte sie ins Rückenmark.

Koma, dann Tod

Daraufhin fiel der Mann ins Koma und verstarb kurz vor Weihnachten. Nun klagt die Staatsanwaltschaft drei Personen an. Das Gutachten des Krebsspezialisten Thomas Kühr und des Neurologen Hans-Peter Haring attestieren, dass der Fehler vermeidbar gewesen wäre, wenn man das Medikament als Infusion anstatt als Spritze verabreicht hätte.

Die verantwortliche Ärztin wurde am Mittwochabend im Grazer Straflandesgericht am Mittwochabend wegen fahrlässiger Tötung zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt. Sie muss außerdem eine Geldstrafe von 12.000 Euro zahlen. Zwei Mitangeklagte wurden beim Prozess freigesprochen.

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