Helfer kritisieren Behörden

Paukenschlag um Wal "Timmy" – kein Transport am Samstag

Großes Bangen um "Timmy"! Der vor der Küste Deutschlands gestrandete Wal soll endlich gerettet werden. Nun äußerten sich die Helfer.
Newsdesk Heute
18.04.2026, 18:05
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Bereits seit über mehreren Wochen liegt der Buckelwal "Timmy" vor der Ostseeinsel Poel (Mecklenburg-Vorpommern) auf Grund. Eine private Initiative von Unternehmerin Karin Walter-Mommert und Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz versucht nun alles, um das Tier aus "seinem Gefängnis" zu retten.

So soll von einem Schwimmbagger aus mit Hilfe einer Pumpe der Sand unter dem Meeressäuger weggespült werden, um "Timmy" anschließend mit einem System aus Luftkissen und Schwimmpontons anzuheben und bis in die Nordsee oder den Atlantik zu schleppen.

Ärger mit Behörden

Am Samstagnachmittag wurde der Wal noch im hüfthohen Wasser mit Tüchern bedeckt. Immer wieder war zu sehen, wie sich "Timmy" bewegte und Blas in die Luft stieg. Mehrere Schaulustige warteten gespannt darauf, dass die Rettungs-Aktion in die entscheidende Phase geht.

Um 17.30 Uhr dann der Paukenschlag! Die Tierärztin des Helferteams, Janine Bahr van Gemmert, trat vor die Kameras und stellte klar: "Heute wird es keinen Transport mehr geben". Die Veterinärin sparte dabei nicht mit Kritik an den Behörden. Demnach müsste man jeden Schritt, der etwas vom Plan abweicht, erneut genehmigen lassen.

Dieser Bürokratieaufwand würde die Rettung verzögern. Zuvor hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) gesagt, dass das Land keine Genehmigung für die Rettungsmaßnahme erteilt habe, weil es dafür keine rechtliche Grundlage gebe. Die Aktion werde aber geduldet.

Keine Infos zum weiteren Zeitplan

Dennoch zeigte sich van Gemmert zuversichtlich. Der Wal würde sich in keinem Todeskampf befinden. Die Bewegungen von "Timmy" seien "keine letzten Zuckungen". Das Tier habe im Fall einer Rettung eine gute Überlebenschance, dabei wären sich alle Ärzte und Biologen im Team einig.

Auch die Reste eines Fischernetzes im Maul des Tieres versuche man vollständig zu entfernen, kleine Rückstände sollten jedoch kein Problem darstellen. Die Tierärztin versicherte, dass man das Beste versuche, um "Timmy" zu befreien. Genauere Infos zum weiteren Zeitplan wollte van Gemmert nicht machen

Eklat nach Pressekonferenz

Nach der Pressekonferenz kam es dann noch zu einem kleinen Eklat. Einer der Schaulustigen trat auf die Veterinärin zu und verlangte Antworten. "Wir sind das Volk" und "das Volk habe ein Recht darauf", sagte der Mann. Dem Zuschauer gehe die Aktion wohl nicht schnell genug. Er warf den Helfern vor, nicht genug für "Timmy" zu tun.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 18.04.2026, 18:08, 18.04.2026, 18:05
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