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Neuer Rettungsversuch für Wal "Timmy" läuft an

Ein schwer kranker Buckelwal vor der Insel Poel soll mit privater Hilfe gerettet werden. Experten sehen darin die letzte Chance für das Tier.
Newsdesk Heute
17.04.2026, 08:10
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Vor dem geplanten Rettungsversuch für den seit mehr als zwei Wochen vor der Ostseeinsel Poel festsitzenden Buckelwal zeigt sich Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) zuversichtlich. "Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass es diese Chance gibt, dass dieses Projekt erfolgreich sein wird", sagte Backhaus am Freitag vor Ort. "Diese Chance wollen wir nutzen."

Der Minister stellte aber auch klar, dass die Verantwortung bei jenen liegt, die den Antrag für den Rettungsversuch eingebracht haben. "Wir werden diese ganzen Maßnahmen sehr genau begleiten, kontrollieren, überwachen", betonte er.

Am Freitag wurde noch einmal abgestimmt, "welche Maßnahmen heute beginnen sollen". Backhaus rechnet damit, dass sich die Verantwortlichen der Initiative im Laufe des Tages dazu äußern. Weiterhin gilt, dass der Wal "ein schwer kranker Patient" ist.

Die Rettungsinitiative, finanziert vom Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz und der Unternehmerin Karin Walter-Mommert, will das in flachem Wasser liegende Tier mit Luftkissen und Schwimmpontons anheben und bis in die Nordsee oder sogar den Atlantik schleppen.

Eigentlich war der Start der Rettung schon für Donnerstag geplant, dieser wurde aber verschoben. Die Behörden in Mecklenburg-Vorpommern dulden den Rettungsversuch, betonen aber, dass die Verantwortung ausschließlich bei der privaten Initiative liegt.

Der Wal irrt bereits seit Anfang März vor der deutschen Ostseeküste umher. Mehrmals strandete er vor Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, zuletzt blieb er bei der Insel Poel im flachen Wasser stecken.

Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns und andere Fachleute schätzen den Zustand des Tiers als sehr schlecht ein. Der Wal dürfte schwer krank sein und vermutlich sterben. Mehrfache Strandungen sind laut Experten ein Zeichen für massive Probleme.

Offiziell wurden alle Rettungs- und Hilfsversuche für den nahezu bewegungslos daliegenden Wal vor etwas mehr als zwei Wochen als sinnlos und potenziell tierquälend beendet. Ein wissenschaftliches Gutachten bestätigte das vor einer Woche.

Als womöglich letzte Chance für das Tier genehmigte Backhaus am Mittwoch dennoch das von der Initiative vorgelegte Rettungskonzept. Die Initiative selbst betont, dass der Ausgang ihres Rettungsversuchs "nicht vorhersehbar" ist.

Backhaus sagte am Freitag, es sei "nach intensiver Prüfung dieses Antrags entschieden" worden, "dass wir das dulden". Das Vorhaben sei "im Sinn des Tierwohls und am Ende natürlich auch im Sinn dieses Wals".

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