Tierische Quälerei

Sollte man "Timmy" einfach in Ruhe sterben lassen?

Ein gestrandeter Buckelwal vor der Ostseeküste kämpft ums Überleben. Experten warnen: Eine Rettung per Katamaran würde das Tier nur quälen.
Heute Tierisch
07.04.2026, 06:47
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Seit fast einer Woche liegt der Buckelwal "Timmy" in der Wismarer Bucht vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern. Das rund zwölf Tonnen schwere Tier ist in einem kritischen Zustand, atmet aber noch regelmäßig.

Doch kein Spezial-Katamaran

Ein Rettungseinsatz mit einem Spezial-Katamaran war im Gespräch, wird nun aber von Experten abgelehnt. Der Wal würde den Transport vermutlich nicht überleben.

"Timmy" ist in keinem guten Zustand.
APA-Images / AFP / DANIEL MULLER

Laut n-tv.de erklärte Umweltminister Till Backhaus (SPD): "Derzeit gibt es keinen Wissenschaftler oder Veterinär, der uns zu einem solchen Vorgehen rät, da das Tier beim Versuch, es lebend zu retten, schweren Qualen ausgesetzt würde." Am Sonntag hatte der Minister den Katamaran-Transport noch in Erwägung gezogen.

Minister will nicht aufgeben

Trotz der düsteren Prognose sicherte der Umweltminister zu, den Wal nicht aufzugeben. "Wir haben nichts unversucht gelassen, um dem Tier zu helfen, und Untersuchungen um und am Wal durchgeführt", sagt der SPD-Politiker.

„Bis zum letzten Atemzug ...“

Für Dienstag wird eine aktuelle Expertise nach biologischer und veterinärmedizinischer Begutachtung erwartet. Zudem soll geprüft werden, ob vom sterbenden Tier Gefahren für die Umwelt ausgehen. Um den Wal wurde eine 500-Meter-Sperrzone eingerichtet.

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