Meteorologe erstaunt

"Selten, aber kommt doch vor" – Prognose hart daneben

Die Prognosen lagen vielerorts daneben, die mega Winter-Walze blieb aus. Wetter-Experte Manuel Oberhuber erklärt, warum. Und: Es kommt noch Schnee.
Wetter Heute
28.03.2026, 15:54
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Teils hatten die Wettermodelle enorme Niederschläge ab Donnerstag vorhergesagt. Von einer bis zu 2,5 Meter hohen Neuschnee-Walze war die Rede.

Jetzt am Samstag zeichnet sich aber ein ganz anderes Bild. Die Niederschlagsbilanz der letzten 3 Tage fällt laut ORF-Meteorologe Manuel Oberhuber "bescheiden" aus.

"Im Großteil von Österreich ist deutlich weniger Regen/Schnee gefallen als berechnet. Und zwar nicht nur [beim ECMWF-Modell], sondern auch bei allen anderen", gibt er Einblick in seine zugrundeliegenden Prognose-Daten. Nachsatz: "Selten, aber doch kommt sowas vor."

Völlig aus blieb der Schnee aber nicht. Teile des Wienerwaldes wurden schon Donnerstagabend zum Winter Wonderland. UWZ-Experte Nikolas Zimmermann konnte sich bei Wanderungen in St. Corona am Schöpfl und bei der Ebenwaldhöhe über ein malerisches Winterkleid freuen.

Die Prognose im Detail

Der Samstag begann im östlichen Bergland mit etwas Schneefall bzw. unterhalb von 300 bis 500 m mit Regen, der tagsüber rasch abklingt. Davon abgesehen wird der Tag trocken und besonders von Vorarlberg bis nach Kärnten zunächst sonnig verlaufen.

Ab dem Nachmittag ziehen im Westen Wolken auf und in der Nacht setzt im äußersten Westen Schneefall bzw. in tiefen Lagen Schneeregen ein. Am Alpenostrand weht noch kräftiger, in Böen anfangs teils stürmischer Nordwestwind, der im Tagesverlauf deutlich nachlässt.

Am Sonntag fällt laut Prognose von www.ubimet.at an der Alpennordseite und im Osten etwas Regen und anfangs bis auf etwa 400 m herab Schnee. Tagsüber steigt die Schneefallgrenze gegen 800 m an. Meist trocken bleibt es im Süden. Die Sonne zeigt sich am ehesten vom Lienzer Becken bis zu den Karawanken und gegen Abend auch im Rheintal gelegentlich.

Am Alpenostrand und in Föhntälern der Alpensüdseite weht wieder kräftiger, in Böen teils stürmischer Nord- bis Nordwestwind. Die Höchstwerte liegen zwischen 2 Grad im Außerfern und 11 Grad im Süden.

Der Montag beginnt meist trocken, an der Alpennordseite setzt jedoch rasch Regen und oberhalb von etwa 800 m Schneefall ein. In den Abendstunden schneit es im westlichen Bergland anhaltend und die Schneefallgrenze sinkt gegen 500 m ab.

Im Osten und Süden ziehen höchstens vereinzelt kurze Schauer durch, meist bleibt es dort trocken und zeitweise sonnig. Besonders im Donauraum und im östlichen Flachland weht lebhafter bis kräftiger Westwind. Von Nordwest nach Südost erreichen die Temperaturen 3 bis 13 Grad.

Am Dienstag überwiegen die Wolken, an der Alpennordseite schneit es immer wieder. Unterhalb von 500 bis 700 m mischt sich Regen dazu, im Osten fallen nur ein paar Tropfen und im Süden bleibt es überwiegend trocken. Dort zeigt sich auch am ehesten ab und zu die Sonne.

Der Wind weht mäßig bis lebhaft, im Osten und in den Nordföhntälern zeitweise auch kräftig aus Nordwest. In der zweiten Tageshälfte lässt der Wind nach. Mit 1 bis 11 Grad ist es für die Jahreszeit weiterhin zu kühl.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 28.03.2026, 16:25, 28.03.2026, 15:54
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