PCR-Panne in Schulen: "Es ging gar nichts mehr"

PCR-Test (Symbol)
PCR-Test (Symbol)HANS PUNZ / APA / picturedesk.com
Am Mittwoch kam es in zahlreichen Schulen in NÖ und bundesweit zu einem totalen PCR-Chaos. "Es ging so gut wie nicht", berichtet ein Betroffener.

"Seitens des Ministeriums wurde eine neue Firma mit Jänner mit der Auswertung der Tests beauftragt. Da dürfte es offensichtlich technische Probleme gegeben haben", bestätigt auch der Sprecher von nö. Bildungsdirektor Johann Heuras auf Nachfrage. Es gab in acht Bundesländer - in NÖ, Burgenland, OÖ, Salzburg, Tirol, Vorarlberg, Kärnten, Steiermark - Probleme.

Bad Ischl in Ober Grafendorf

In einer nö. Schule waren am Mittwoch nur fünf von 80 erwarteten Ergebnissen eingelangt. Eine Schule in Ober Grafendorf (Bezirk St. Pölten-Land) erhielt die Ergebnisse aus Bad Ischl (OÖ) - mehr dazu hier. In Niederösterreich waren Schulen in den Bezirken Bruck, Horn, Gmünd, Baden, St. Pölten-Land und St. Pölten betroffen. "Das ist keine sichere Schule", meinte etwa eine Lehrerin aus dem Waldviertel in Richtung Ministerium. "Es ging gar nichts mehr eigentlich", so ein Pädagoge.

"Inakzeptabler Zustand"

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (VP) meinte am Donnerstag dazu im Rahmen einer Pressekonferenz: "Es ist ein inakzeptabler Zustand, dass die PCR-Tests in den Schulen nicht funktionieren. Ab sofort wird an den Schulen jeden Tag ein Antigen-Test gemacht."

Der Grund für die vielen Pannen: Die ARGE für molekulare Diagnostik, die nach einer Neuausschreibung in allen Bundesländern außer in Wien für die Tests zuständig ist, hat am Donnerstag technische Schwierigkeiten bei der Auswertung der Ergebnisse eingeräumt. Das Bildungsministerium prüft nun sogar rechtliche Schritte.

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