Pebble Gear Kids Tablet: Spielzeug für die Kleinen

Mit dem neuen Kids Tablet liefert das Unternehmen Pebble Gear ein digitales Spielzeug für die Kleinen. Für die Großen kann es allerdings recht wenig.
Pebble Gear hat das neue Kids Tablet gleich in zwei Varianten gestartet. Die Aufmachung im "Toy Story"- oder "Die Eisprinzessin"-Design zeigt, dass damit eine ganz junge Zielgruppe angesprochen werden soll. Doch was kann das Gerät um 120 Euro – und was kann es nicht? Zuerst zu den Kinder-Funktionen im Test.

Das Pebble Gear Kids Tablet ist gemacht, um es Kindern problemlos in die Hand geben zu können. So wird es von Eltern eingerichtet, die Einstellungen über ein Eltern-Konto vornehmen können. Dazu zählen tägliche Nutzungszeit und Nutzungszeitraum sowie Art der Inhalte. Beispiel: Ich kann mein Kind das Tablet täglich eine Stunde nützen lassen, im Zeitraum zwischen 10 und 19 Uhr.

Keine Käufe, keine Werbung

Dabei lässt sich noch eine Unterteilung festlegen, etwa: 20 Minuten Zocken, 40 Minuten Filme schauen oder lesen. Vier solcher Kinderkonten lassen sich auf einem Gerät anlegen, der Elternzugang für die Einstellungen ist Pin-geschützt. Um die Inhalte selbst kann man, muss man sich aber nicht kümmern. Denn sämtliche über 500 Apps wie Spiele, Filme und Bücher sind nicht nur kindgerecht, sondern auch gratis und kommen ohne Werbung und ohne In-App-Käufe aus. Top!

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Auswahl kann sich dabei sehen lassen. Der Bogen spannt sich von klassischen Märchen über Denk-Rätsel bis hin zu modernen Spielen aus dem Disney-Universum. Als Altersgruppe werden Kinder bis acht Jahre ins Auge gefasst, entsprechend leicht verständlich fallen die Anwendungen aus. Laut Pebble Gear ist allerdings nur der Zugang zum "GameStore Junior" in den ersten zwölf Monaten kostenlos. Zahlungsinfos muss man allerdings nicht angeben und auch ohne Store gibt es viele frei verfügbare Inhalte.

Inhaltlich alles richtig gemacht

Inhaltlich alles super, bei der Hardware auch? Das 7 Zoll große Tablet ist in eine etwas nachgiebige Schutzhülle gesteckt, das das Gerät vor Stürzen und Co. schützt. Das funktioniert gut, die Ausnehmungen für die Kamera, Anschlüsse und Tasten zeigen allerdings ein paar nicht ganz saubere Schnitte. Die sind allerdings nur optisch etwas störend und werden dem Kind wohl egal sein. Wasserdicht und Staubdicht ist das Gerät nicht.

Technisch gibt es mit dem Pebble Gear Einsteiger-Daten: Das Display löst mit 1.024 x 600 Pixel auf, was eigentlich arg wenig ist, für die Inhalte aber vollkommen ausreicht. Dazu gibt es einen knappen 16 GB Speicher, der per SD-Karte auf 128 GB erweitert werden kann. Zum Einsatz kommt ein Quad-Core 1,3 GHz Prozessor mit 1 GB Arbeitsspeicher, was manche Anwendungen etwas lange laden lässt.

Eltern-Nutzung als Manko

Der Akku mit 2.700 mAh dagegen wirkt zwar klein, bringt das Tablet aber locker auf eine zweitägige intensive Nutzung. Geladen wird noch mit Micro-USB-Stecker, eine volle Ladung dauert rund zwei Stunden. Lautsprecher und Mikro erfüllen ihren Zweck, bei hohen Lautstärken gibt es allerdings Verzerrungen. Für mehr als Schnappschüsse reicht es bei den Kameras nicht: Die Hauptkamera knipst mit 2 MP, die Frontkamera mit 0,3 MP. Als Betriebssystem wurde als Grundlage Android 8.1 Go verwendet.

Für den Preis und den Zweck ist die eher schwache Ausstattung des Tablets vollkommen in Ordnung. Womit wir aber zum eigentlichen Knackpunkt des Tablets kommen. Neben der Nutzung für die Kinder ist eine Erwachsenen-Nutzung des Geräts nicht möglich – zumindest ist weder am Tablet noch in der Beschreibung ein Weg zu finden, das Gerät als herkömmliches Android-Tablet zu nutzen, wenn auch nur zum Tippen oder Mails checken. Konkurrenten wie die Kinder-Tablets von Amazon haben hier die Nase vorne. Abseits davon macht das Pebble Gear Kids Tablet viel her. Die große Stärke ist die Auswahl und Sicherheit der Inhalte, bei denen sich Eltern keine Sorgen um die Kinder machen müssen.



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