Spektakuläre Wende im Kriminalfall um eine in der Wand eingemauerte Frauenleiche in Münchendorf (Bezirk Mödling): Der tatverdächtige Sohn wurde laut "Heute"-Infos im Zuge eines internationalen Haftbefehls vor wenigen Tagen bei der Ausreise von Dubai in die Vereinigten Arabischen Emirate festgenommen und sitzt dort in Haft.
Auf "Heute"-Anfrage bestätigte Sprecherin Nina Bussek von der Staatsanwaltschaft Wien die Festnahme: "Wir wurden seitens der Botschaft informiert, derzeit werden die Auslieferungspapiere vorbereitet." Ermittelt werde weiterhin in alle Richtungen. Sowohl ein Gewaltverbrechen als auch ein natürlicher Tod werden geprüft. Die Ermittler erhoffen sich mit der Einvernahme des Verdächtigen (57) Aufschlüsse.
Er gilt als zentrale Auskunftsperson, da er zuletzt Kontakt zur Mutter gehabt haben soll. Es besteht zudem der Verdacht auf Sozialleistungsbetrug, die Pension der toten Frau, die heuer 100 Jahre alt geworden wäre, soll einfach weiter bezogen worden sein.
Wie "Heute" aufdeckte, war Ende Mai die Feuerwehr gemeinsam mit der Polizei zu einer Türöffnung in das Bungalow-Haus in Münchendorf gerufen worden, wo die Frau nebengemeldet war. Im Keller machten die Einsatzkräfte die schockierende Entdeckung.
Die stark verweste Leiche der Pensionistin war hinter einer Wand einbetoniert, die Frau könnte bereits seit mehreren Jahren tot gewesen sein. Auch das Obduktionsergebnis stehe laut Bussek noch aus. Die Unschuldsvermutung gilt.