Szene

Handke in Kosovo und Sarajevo nicht willkommen

Am Dienstag bekam Peter Handke in Stockholm den Nobelpreis, am Mittwoch wurde er in Kosovo und Sarajevo zur "persona non grata".

Heute Redaktion
Teilen

Seine Unterstützung für Serbien bringt Peter Handke einen Wickel nach dem anderen. Erst wollten die Journalisten über nichts anderes reden, bis Handke ihnen der Pressekonferenz am Freitag sagte, er würde sich lieber Klopapier zuschicken lassen, als mit ihnen zu reden.

Als König Carl XVI. Gustaf am Dienstag die Nobelpreisurkunde an Peter Handke überreichte, demonstrierte man vor der Tür gegen ihn.

Sarajevo und Kosovo: Handke, nein danke

Nur einen Tag danach reagierten die Stadt Sarajevo und der Kosovo. Beide wollen Peter Handke nicht sehen. Per Twitter erklärte Kosovos Außenminister Behgjet Pacolli den Nobelpreisträger zur persona non grata. Auch Sarajevos Stadtrat verkündete offiziell, den Österreicher nicht bei sich sehen zu wollen.

Handke solidarisierte sich stark mit Serbiens Ex-Präsidenten Slobodan Miloševic. Nachdem er in der Haft vor dem Den Haager Kriegsverbrechertribunal starb, sprach Handke 2006 auf dessen Begräbnis. Handke wird auch vorgeworfen, Kriegsverbrechen kleinzureden.