Bereits seit 20 Jahren organisiert Roland Kurz Sommer-Jugendcamps mit den Schwerpunkten auf Fußball und Englisch, aber so etwas hat der Eventmanager aus Hallein wohl noch nie erlebt. Der Fall, von dem die "Kronen Zeitung" berichtet, geht auf das Jahr 2025 zurück. Damals wurde auch das Flaschenpfand eingeführt.
Daher bezahlte Kurz den Einsatz von 1.800 Pfandflaschen, die von einem Partnerbetrieb für die Campkinder geliefert wurden, im Vorhinein. Bis er die 450 Euro von der EWP Recycling Pfand Österreich GmbH zurückbekommen hatte, seien jedoch Monate ins Land gegangen.
Wie jedes Jahr habe man die gesammelt und besonders darauf geachtet, dass alle Flaschen sauber zurückgegeben wurden. Dann begann jedoch der Kampf des Campbetreibers und seiner Angestellten mit der zuständigen EWP.
Demnach stelle die Gesellschaft bei so einer Menge an Flaschen Sammelsäcke zur Verfügung, die man nach einer Registrierung auf der Website erhalte. Beschriftet und plombiert, sollen diese dann abgeholt werden. Dies sei allerdings erst nach drei Monaten im November passiert.
Danach habe man Kurz mitgeteilt, dass er sein Geld im Dezember bekommen würde. Über Mails, KI-Chatbots und per Telefon habe man monatelang mit der Firma in Kontakt gestanden. Seine Mitarbeiter hätten "zig Stunden damit verbracht", ärgerte sich der Eventmanager gegenüber der "Krone".
Laut Kurz sei es ihm nicht um das Geld gegangen, sondern ums Prinzip. "Acht Monate wegen 400 Euro herumzueiern, das ist ja irre", betonte der Halleiner. Für Kurz ist klar: 1.800 Flaschen selbst zum Pfandautomaten zu bringen, sei ein geringerer Aufwand als das, was er durchgemacht habe.