Unfassbarer Vorfall in Floridsdorf. Wie die Landespolizeidirektion Wien am Dienstag in einer Aussendung mitteilt, steht eine 50-jährige Pflegekraft im Verdacht, eine 66-jährige Klientin mit Betäubungsmitteln sediert und der Frau in weiterer Folge die Bankomatkarte entwendet zu haben. Die Pensionistin ist schwer krank und auf Betreuung angewiesen. Nun berichtet die Landespolizeidirektion Wien über einen schwerwiegenden Vorfall, der sich bis ins alte Jahr erstreckt.
Laut ihren Angaben bemerkte die Pensionistin plötzlich mehrere Bargeldbehebungen von ihrem Konto, die sie sich nicht erklären konnte. Den Verdacht richtete sie gegen ihre 50-jährige Pflegekraft, die sie über eine Onlineplattform engagiert hatte. Die Frau erstattete Ende Jänner Anzeige.
Das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Nord, übernahm die Ermittlungen. Dabei kam brisantes Vorleben ans Licht: Die Österreicherin hatte bereits eine Haftstrafe wegen Raubes unter Einsatz von Betäubungsmitteln verbüßt und trägt derzeit eine elektronische Fußfessel.
Im Zuge der Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht: Die 50-Jährige soll die 66-Jährige mit stark wirksamen Medikamenten sediert haben. In diesem Zustand habe sie ihre Bankomat- und Kreditkarte an sich genommen.
Doch damit nicht genug. Laut Ermittlern sollen auch der 18-jährige Sohn und die 29-jährige Tochter der Beschuldigten beteiligt gewesen sein. Sie hoben mehrmals Bargeld an unterschiedlichen Bankomaten ab.
Der Gesamtschaden beträgt rund 5.000 Euro. Alle drei Tatverdächtigen wurden festgenommen. Sie verweigerten die Aussage. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurden sie in eine Justizanstalt gebracht.