Sie tauchen plötzlich auf, mieten sich in Hotels oder Eventlocations ein und werben mit großen Versprechen: Der Ankauf von Pelzen, Schmuck oder sogar Goldzähnen wird in Zeitungsannoncen angepriesen. Doch das Wiener Marktamt schlägt Alarm.
„Man wird dort tatsächlich teilweise übers Ohr g’haut, was bei Nobelprodukten dann gleich einen Haufen Geld ausmacht“Alexander HenglSprecher Marktamt Wien
Oft werde mit Schwarzgeld bezahlt, zudem sei der Ankauf für Verkäufer selten ein gutes Geschäft. Alexander Hengl vom Marktamt warnt gegenüber ORF deutlich: "Allein schon die Waagen, wenn man sich die anschaut bei diesen Ankäufen, man wird dort tatsächlich teilweise übers Ohr g’haut, was bei Nobelprodukten dann gleich einen Haufen Geld ausmacht."
Hinter den kurzfristigen Auftritten stecke häufig Geldwäsche. Eine Zeit lang hätten diese Wanderhändler Wien wegen strenger Kontrollen gemieden. Doch nun kehren sie offenbar zurück. "In den letzten Tagen, Wochen hatten wir diesbezüglich wieder Vorfälle, dass tatsächlich wieder deutsche Wanderhändler hier waren".
Das Marktamt hat reagiert und die Kontrollen erneut verschärft. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 1.000 Überprüfungen durchgeführt, 67 Anzeigen folgten.
Wer Gold oder Schmuck verkaufen will, sollte also genau hinschauen - und nicht jedem mobilen Luxusankäufer vertrauen.