Babymilch-Skandal

Wiener Marktamt deckte giftige Stoffe in Baby-Milch auf

Danone gab Eltern Entwarnung – doch das Wiener Marktamt zog Proben. Jetzt ist klar: Auch in Österreich wurde das Bakteriengift nachgewiesen.
Christoph Weichsler
02.02.2026, 15:30
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Der Rückruf mehrerer Aptamil-Produkte in Österreich bekommt eine neue Brisanz: Nicht Danone selbst, sondern das Marktamt der Stadt Wien (MA 59) brachte den Stein ins Rollen. Wie das Marktamt "Heute" bestätigt, wurden in Österreich Proben gezogen – und dabei giftige Stoffe nachgewiesen.

Der Rückruf erfolgte erst danach offiziell. Dabei hatte Danone zuvor noch betont, die Produkte seien in Österreich sicher.

Danone beruhigte Eltern – obwohl es bereits Hinweise gab

Besonders heikel: Auf der Website aptaclub.at war bis zuletzt ein beruhigendes Statement zu lesen. Sinngemäß: Keines der in Österreich verkauften Produkte sei betroffen, die Babymilchen seien sicher. Doch intern liefen da längst Kontrollen. Denn als in Deutschland Probleme mit Babynahrung bekannt wurden, reagierte das Wiener Marktamt.

Proben in Österreich – Gift nachgewiesen

Laut Marktamt-Sprecher Alexander Hengl habe man vorsorglich Proben entnommen, obwohl der Hersteller in Österreich Entwarnung gegeben habe. Insgesamt wurden sechs Proben gezogen – und genau diese Maßnahme brachte den entscheidenden Hinweis:

Das Bakteriengift Cereulid konnte auch in Österreich nachgewiesen werden. Erst danach wurde der Rückruf in Abstimmung mit den Behörden offiziell gemacht.

Diese Aptamil-Produkte sind betroffen

Danone rief in Österreich vier Chargen zurück – wegen des möglichen Vorhandenseins von Cereulid. Betroffen sind folgende Produkte mit Mindesthaltbarkeitsdatum:

• Aptamil Pronutra Pre (1,2 kg) – MHD 19-11-2026

• Aptamil Pronutra 1 DE (800 g) – MHD 10-11-2026

• Aptamil Profutura Pre D (800 g) – MHD 20-04-2027

• Aptamil Profutura Pre D (800 g) – MHD 30-04-2027

Eltern werden gebeten, diese Produkte nicht mehr zu füttern, sondern im Handel zurückzugeben. Der Kaufpreis wird laut Danone auch ohne Kassenbon ersetzt.

foodwatch: "Eltern wurden nicht rechtzeitig informiert"

Foodwatch Österreich hatte bereits Mitte der Woche Alarm geschlagen. Der Vorwurf: Produkte seien aus Regalen und Onlineshops verschwunden, ohne dass es einen klaren Rückruf gab. Danone wies das zunächst zurück und forderte foodwatch sogar auf, Aussagen zurückzunehmen.

Nach dem nun offiziellen Rückruf legt foodwatch nach: Eltern seien zu spät informiert worden – und bei Säuglingsnahrung dürfe es keine Verzögerungen geben.

{title && {title} } CW, {title && {title} } 02.02.2026, 15:30
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