Ein Friedhofsbesuch endete am Montag in einer Tragödie. Am späten Nachmittag wurde auf dem Friedhof Baumgarten in Penzing eine 64-jährige Wienerin tot aufgefunden. Im dringenden Tatverdacht steht ein 14-jähriges Mädchen.
Ein Mann machte gegen 16 Uhr die schreckliche Entdeckung. Zwischen den Gräbern lag eine blutüberströmte Person am Boden. Der Zeuge lief in das nahegelegene Bestattungsunternehmen der Familie Altbart und schlug Alarm. "Wir haben sofort die Rettung und die Polizei gerufen", schildern die Betreiber gegenüber "Heute".
Gemeinsam mit dem Zeugen und den rasch eintreffenden Polizisten wurde die Frau gefunden. Trotz sofort eingeleiteter Reanimation kam für die 64-Jährige jede Hilfe zu spät. "Es ist wirklich furchtbar. Die Frau war anscheinend zur falschen Zeit am falschen Ort", erzählt Heini Altbart.
Noch während des Einsatzes tauchten Beamte mit einer 14-Jährigen am Tatort auf. Das Mädchen wurde kurze Zeit nach der Tat in einer betreuten Einrichtung in der Nähe des Friedhofs festgenommen. Sie soll dort wegen ihres Verhaltens und auffälliger Spuren aufgefallen sein. "Die junge Frau hatte extrem viel Blut an den Händen", erinnern sich die Betreiber.
Laut Polizeisprecher Philipp Haßlinger befindet sich die 14-Jährige in Polizeigewahrsam. Bei ihr wurden ein aufklappbares, blutiges Rasiermesser als mutmaßliche Tatwaffe sowie Tatkleidung sichergestellt. Das Opfer wies zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen im Halsbereich auf. "Der Friedhof ist abgesperrt und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich", erklärte Haßlinger am Abend.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte >
Die 14-Jährige ist österreichische Staatsbürgerin und soll bereits amtsbekannt sein. Untergebracht ist sie in einer Kriseneinrichtung in der Nähe des Tatortes. Die Ermittler des Landeskriminalamts standen bis spät in die Nacht im Einsatz.
Warum es zu der tödlichen Attacke kam, ist noch unklar. Auch ein möglicher Raub wird geprüft, nähere Erkenntnisse sollen die Einvernahmen bringen. Für die 14-Jährige gilt die Unschuldsvermutung.