Am Montagnachmittag des 23. Februar 2026 ist auf dem Friedhof Baumgarten im Wiener Bezirk Penzing eine Frauenleiche entdeckt worden. Spaziergänger und Friedhofsbesucher hatten den schockierenden Fund gemacht und die Polizei alarmiert, woraufhin ein Großeinsatz der Behörden ausgelöst wurde.
Beamte der Polizei Wien und des Landeskriminalamts Wien sicherten den Bereich und leiteten umfangreiche Ermittlungen ein. Die Behörden gehen inzwischen von einem Gewaltverbrechen aus und nicht von einem natürlichen Tod oder einem Unfall.
Die Identität des Opfers wurde laut Informationen aus ersten Meldungen auf eine etwa 65-jährige Frau eingegrenzt. Sie wies tödliche Verletzungen auf, darunter schwere Schnittverletzungen im Halsbereich – ein deutliches Indiz für eine Gewalttat. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der Frau feststellen.
Die Ermittler untersuchten den Fundort am späten Nachmittag und Abend unter Hochdruck und setzten Spurensicherungsteams ein, um den genauen Tatablauf zu rekonstruieren. Ermittelt wurde in alle Richtungen. Ein Hinweis – offenbar ein kursierendes Video der Bluttat – führte die Polizisten schließlich zu einer blutjungen Verdächtigen.
Die Beamten suchten ein 14-jähriges Mädchen, das in unmittelbarer Nähe des Friedhofs in einer betreuten Unterkunft wohnte, auf. Dort wurden ein Messer und blutverschmierte Kleidung sichergestellt, die Jugendliche wurde festgenommen. Befragt werden konnte das Mädchen aber noch nicht, hieß es.
Nach ersten Informationen soll das Video, das zu der Jugendlichen führte und in einem Instant-Messaging-Dienst kursierte, eine grauenhafte Bluttat detailliert zeigen. Am Friedhof selbst stellte sich das blutige Video dann offenbar als grausame Realität heraus. Die 14-jährige Verdächtige und das 65-jährige Opfer haben sich nach derzeitigem Stand nicht gekannt.
Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe
Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555
Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247
Rat auf Draht: 147
Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20
Polizei-Notruf: 133
Gewaltschutzzentrum: 0800 222 555
Opfer-Notruf: 0800 112 112
Nach aktuellem Ermittlungsstand zeigt sich ein noch weitgehendes Rätsel um das Tatmotiv: Offizielle Angaben zu den Hintergründen oder möglichen Beweggründen der jungen Frau gibt es bislang nicht – die Polizei wollte am Dienstag ein Update zu dem Fall geben.
Es wird jedoch spekuliert, dass psychische Probleme oder eine psychische Ausnahmesituation eine Rolle gespielt haben könnten. Konkrete Aussagen hierzu sollen erst nach weiteren kriminalpolizeilichen Untersuchungen und Gutachten möglich sein.
Die Polizei war am Montagabend weiterhin mit einem starken Aufgebot vor Ort in Wien-Penzing, sicherte Spuren und befragte mögliche Zeugen. Der Friedhof wurde in weiten Teilen abgesperrt, während Spezialisten der Tatortarbeit und Beamte des Landeskriminalamts die Situation analysierten.
Behördenvertreter betonten, dass zum aktuellen Zeitpunkt keine weiteren Details zum Tathergang oder zu einem möglichen Motiv veröffentlicht werden können. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren – es gilt die Unschuldsvermutung.