Brutaler Kartell-Krieg

Extreme Zerstörung in Mexiko – Wiener völlig schockiert

Nach der Tötung von Drogenboss "El Mencho" versinkt Mexiko im Chaos, 57 Menschen starben. Ein Wiener erlebte den Horror vor Ort hautnah mit.
Christian Tomsits
23.02.2026, 19:10
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Nach der Tötung des berüchtigten Drogen-Bosses "El Mencho" durch eine gezielte Militär-Aktion, kam es zu einem Gewaltexzess durch Kartell-Mitglieder und regelrechten Straßenschlachten. 27 mexikanische Sicherheitskräfte und 30 mutmaßliche Bandenmitglieder kamen dabei ums Leben. Durchfahrten wurden von den "Narcos" mit brennenden Autos und Bussen blockiert, Geschäfte, Tankstellen und Häuser mit Brandbomben angegriffen.

Mittendrin statt nur dabei im beliebten Ferienparadies Puerto Vallarta im Bundesstaat Jalisco war der Wiener Anwalt Raimund Schüller. Sein Traumurlaub wurde durch die dramatischen Ereignisse binnen Stunden zum reinsten Horror-Trip. Am Sonntag verharrte er verängstigt stundenlang in seinem Hotel, hörte Schreie, Schüsse, Explosionen und die Helikopter kreisen. Wie viele vor Ort musste der Wiener sogar um sein Leben bangen – wir berichteten.

Am Montag beruhigte sich die Lage leicht, bei einem Erkundungsspaziergang zeigte er sich über das Ausmaß der Zerstörung entsetzt. "Die Straßen sind wie leer gefegt, wo kurz davor noch das pulsierende Leben stattfand", so Schüller. Stattdessen erblickt er Menschen, die in langen Schlangen vor Bäckereien stehen, um Brot zu kaufen. "Die örtliche Apotheke und viele Geschäfte sind völlig ausgebrannt und zerstört", berichtet der Wiener. Alles blieb zu und verlassen, der Urlaubsort "gleicht einer Geisterstadt."

Offen ist indes, wann und ob der Flughafen Guadalajara wieder den Betrieb aufnehmen kann. Wie berichtet, kam es in 20 von 32 Bundesstaaten zu schweren Ausschreitungen. Besonders betroffen war auch die mexikanische Millionenstadt – dort sollen heuer mehrere Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft stattfinden, darunter Vorrundenspiele der deutschen Nationalelf.

Das Außenministerium reagierte mit einer erhöhten Sicherheitsstufe (Stufe 3, Hohes Sicherheitsrisiko) auf die erschreckenden Ereignisse.

Außerhalb der Dienstzeiten ist in Notfällen der Bereitschaftsdienst der Österreichischen Botschaft in Mexiko unter +52 55 9199 4579 erreichbar. Während der Dienstzeiten unter +52 55 5251 0806. Das Außenministerium steht Betroffenen ebenso rund um die Uhr zur Verfügung unter: +43 1 90115 4411.

Angesichts der Lage hat auch das österreichische Außenministerium die Sicherheitsstufe 3 (Hohes Sicherheitsrisiko) ausgerufen – von nicht unbedingt notwendigen Reisen in bestimmte Regionen Mexikos wird abgeraten. Dazu zählen unter anderem die Grenzregionen zu den USA in den Bundesstaaten Baja California, Chihuahua, Coahuila, Nuevo León und Tamaulipas, insbesondere die Städte Tijuana und Ciudad Juárez, aber auch Jalisco (Guadalajara), Guanajuato oder Michoacán (Morelia).

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