Seit Jänner 2025 regeln sogenannte Pförtnerampeln den Zufluss zum Kreisverkehr im Piesendorfer Ortsteil Fürth an der Mittersiller Bundesstraße. Die ersten Erfahrungen waren positiv: Morgens wurde der Verkehr gezielt dosiert, um Staus frühzeitig zu verhindern.
Nun folgt die nächste Phase des Projekts. Künftig werden spezielle Verkehrskameras eingesetzt, die mithilfe künstlicher Intelligenz den Verkehrsfluss analysieren. Je nach Bedarf schalten die Ampeln automatisch auf Rot und steuern damit den Zustrom in den Kreisverkehr ganztägig zwischen 7 und 19 Uhr.
Wie die Salzburger Landeskorrespondenz berichtet, sollen die mobilen Videodetektoren bis Ende Juni installiert und im Juli feinjustiert werden. Das System wertet die Verkehrsdaten in Echtzeit aus und kann damit flexibler auf die aktuelle Verkehrslage reagieren.
Die zweite Testphase ist für ein Jahr angesetzt, um sowohl Sommer- als auch Wintersaison abzudecken. Dadurch sollen die typischen Verkehrsspitzen im Pinzgau besser bewältigt werden.
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll betont: "Vor allem für Pendlerinnen und Pendler aus dem Oberpinzgau war die Lage früher oftmals unzumutbar. Wir haben während der ersten Testphase der Pförtnerampeln gesehen, dass sich die Lage verbessert. Wir wollen mit dem System, das bereits in Eugendorf im Flachgau erfolgreich getestet wurde, für mehr Entlastung sorgen. Ich bin zuversichtlich, dass wir nach dieser zweiten Testphase das System dauerhaft installieren können und so eine deutliche Verbesserung erreichen."