Pfotenhilfe: "20 Wild- und Waisentiere pro Tag"

Das kleine Kätzchen wird nun liebevoll per Handaufzucht aufgepäppelt.
Das kleine Kätzchen wird nun liebevoll per Handaufzucht aufgepäppelt.©Pfotenhilfe Lochen
Am Wochenende waren herzzerreißende Schreie eines neugeborenen Kätzchens zu hören. Von der Mutter fehlt jede Spur. Die Pfotenhilfe bittet um Hilfe.

Am 5. Juli fanden Spaziergänger am Höllerersee (Bezirk Braunau, Oberösterreich) ein neugeborenes, rotes Kätzchen, das herzzerreißend nach seiner Mutter schrie. An dem Katzenkind war noch die Nabelschnur und auch die Nachgeburt lag noch daneben, von der Mutterkatze jedoch fehlte jede Spur. Geschäftsführerin Johanna Stadler von der Pfotenhilfe in Lochen kümmerte sich, dank der schnellen Abgabe, sofort um den kleinen Kämpfer und taufte ihn "Rambo":

"Nachdem Rambo nur ein weiteres Opfer dieses Horrorfrühlings der Katzenwaisenkinder ist, fällt er nicht mehr wirklich ins Gewicht, denn ich muss sowieso alle drei Stunden meine dutzenden Kinder füttern - auch nachts natürlich"

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Dieser Frühling hatte es wohl tatsächlich in sich, denn nicht nur unzählige Katzenwaisen werden mittlerweile in der Wildtierauffangstation betreut, sondern auch eine Fledermaus, ein Jungschwan, ein Falke, ein Igel, ein Entenküken und mehrere verletzte Singvögel. Die Stadlers sprechen also zurecht von einem "Horrorfrühling" und erzählen weiter:

Bei Hinweisen oder dem Verbleib der Mutterkatze bitte bei der Pfotenhilfe in Lochen melden:

Telefon: 0664 5415079 oder per Mail:  info@pfotenhilfe.org

"Vor wenigen Wochen waren es noch bis zu 20 Wildtiere und Katzenbabys an jedem einzelnen Tag. Wir sind halt leider eine der ganz wenigen Wildtierauffangstationen, und die Leute fahren oft über eine Stunde, um uns Tiere zu bringen."

Was den kleinen "Rambo" betrifft, bittet die Pfotenhilfe nun um Hilfe bei der örtlichen Bevölkerung. Die Mutterkatze muss schnell gefunden werden, denn nur sehr selten bringt eine Katze lediglich ein Junges zur Welt. Wahrscheinlich braucht sie Hilfe und sollte natürlich nach dem Abstillen kastriert werden, um weiteres Tierleid zu verhindern.

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