Mit dem Fahrer-Duo Kevin Magnussen und Nico Hülkenberg versucht das Formel-1-Team Haas, heuer die Großen zu ärgern. Dass der Rennstall überhaupt noch existiert und konkurrenzfähig ist, liegt unter anderem an einer Entscheidung von Boss Günther Steiner.
Denn unter der Führung des Südtirolers wurden im Vorjahr nicht nur der russische Geldgeber Uralkali, sondern auch Pilot Nikita Mazepin vor die Tür gesetzt – Ursache war freilich Putins Angriff auf die Ukraine.
In seinem neuen Buch "Surviving to Drive" verrät Steiner nun, wie es zur Trennung kam. "Hätten wir Uralkali als Sponsor behalten und sie auf unserer Lackierung gehabt, wären wir von den Medien, den Fans und der FIA gekreuzigt werden. Es wäre Selbstmord gewesen", schreibt der 58-Jährige.
Auch der Rauswurf von Mazepin sei unumgänglich gewesen. "Wir waren an einem Punkt angelangt, an dem unsere anderen Sponsoren Haas verlassen hätten, wenn wir jetzt nicht gehandelt hätten. Und wenn wir noch länger gewartet hätten, hätten wir am Ende gar keine Sponsoren mehr gehabt."
Gleichzeitig übt Steiner aber auch Kritik an der FIA, die in dieser Causa untätig blieb. "Wenn sie sagen, dass bei keinem Grand Prix russische Fahrer erlaubt sind, dann würde das mein Leben sehr erleichtern." So aber blieb es an Haas hängen, Konsequenzen zu ziehen.