Seltene Genmutation

Pinke Heuschrecke: Darum gibt es sie wirklich

Pinke Heuschrecken wirken wie KI-Fakes - doch diese Tiere existieren wirklich. Schuld ist eine extrem seltene Genmutation namens Erythrismus.
Heute Tierisch
09.08.2026, 08:22
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Manche Naturphänomene wirken so unwirklich, dass man sofort an Bildbearbeitung denkt. So auch bei einem aktuellen Video auf Instagram, das einen komplett pink gefärbten Grashüpfer zeigt. Immer mehr Sichtungen dieser Tiere werden gemeldet - viele Nutzer rätseln über den Ursprung der erstaunlichen Farbe.

Die Reaktionen im Netz zeigen eine Mischung aus Begeisterung und Neugier. Viele hatten das Phänomen schon selbst beobachtet, ohne es einordnen zu können. "Ich habe meinen letzte Woche fotografiert; ich habe ihn Rhabarber-Grashüpfer genannt", schreibt etwa ein User.

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Laut 24garten.de steckt dahinter keine neue Art, sondern eine genetische Besonderheit namens Erythrismus. Dabei handelt es sich um eine Genmutation, die zu einer Überproduktion roter Farbpigmente führt, während die üblichen grünen und braunen Pigmente unterdrückt werden.

Auch in Österreich gesichtet

Das Phänomen tritt nicht nur bei Insekten auf, sondern wurde auch schon bei Leoparden, Schlangen und sogar Mantarochen beobachtet. Auch in Kärnten wurde bereits ein solches Exemplar entdeckt.

Nur wenn beide Elterntiere die mutierte Genvariante in sich tragen und sie an den Nachwuchs vererben, tritt das kräftige Pink auf. Dieser Umstand kommt in freier Wildbahn jedoch extrem selten vor.

Schöne Farbe, großes Risiko

So schön die pinke Farbe auch ist - für das Tier selbst ist sie ein lebensgefährliches Handicap. Die auffällige Färbung verhindert eine effektive Tarnung im Gras.

Ein leuchtend rosafarbener Grashüpfer fällt Fressfeinden auf einem grünen Blatt deutlich stärker auf als seine Artgenossen mit grüner oder bräunlicher Färbung. Aus diesem Grund erreichen pinke Heuschrecken nur selten das Erwachsenenalter.

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