Lange Jahre waren Fußballschuhe schwarz, dann häufig weiß. In den letzten Jahren griff so mancher Ausrüster besonders gerne in den Farbtopf. Und dabei hat sich bei der Mitte Juli zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft in Nordamerika ein ungewöhnlicher Trend gezeigt. Viele Spieler setzten auf pinke Schuhe.
Der Grund dafür ist relativ einfach: Spieler haben Verträge mit Sportartikel-Herstellern, spielen dann stets mit den neuesten Modellen dieser Marken. Und Adidas, Nike, Puma und Co. hatten augenscheinlich alle eine ähnliche Idee. Sie alle wählten nämlich für viele neue Modelle Pink als Grundfarbe.
Adidas-CEO Björn Gulden hat sich nun sogar für die auffällige Häufung pinkfarbener Fußballschuhe bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada entschuldigt. "Ich denke, es ist Zufall, und ich hoffe, dass es nicht noch einmal vorkommt", sagte Gulden am Donnerstag bei der Vorstellung der Quartalszahlen.
Adidas habe "keine Informationen darüber, was Nike, Puma oder New Balance machen", sagte Gulden. Pink sei "zweifellos eine schöne Farbe", fügte der 61 Jahre alte Norweger an, "aber dass wir am Ende alle denselben Farbton gewählt haben, ist seltsam."
Als Gründe für den Farbtrend gilt einerseits wohl die bessere Sichtbarkeit auf dem grünen Rasen, wodurch das Produkt bei den Fans besser auffällt. Odinga Nimako, Produktmanager für Fußballschuhe bei Nike, erklärte gegenüber "The Athletic" zuletzt, dass Pink zudem von einigen Spielern bevorzugt werde, da es als Ausdruck von Selbstvertrauen gelte.