Im englischen Profifußball wird zur Saison 2026/27 eine neue Regel getestet. Sie soll verhindern, dass Torhüter Verletzungspausen nutzen, um Zeit von der Uhr zu nehmen oder ihrem Team taktische Anweisungen zu ermöglichen.
Muss das Spiel wegen einer Verletzung des Goalies unterbrochen werden, muss der Trainer einen Feldspieler bestimmen, der für 60 Sekunden das Spielfeld verlassen muss. Erfolgt innerhalb von zehn Sekunden keine Entscheidung, wird automatisch der Mannschaftskapitän vom Platz geschickt.
Der englische Verband erklärt, dass das Pilotprojekt "Situationen regeln soll, in denen Torhüter-Verletzungen dazu genutzt werden, den Spielfluss zu stören, das Spiel zu verlangsamen oder Gelegenheiten für taktische Anweisungen zu schaffen." Die Regel gilt im professionellen Männer- und Frauenfußball.
Ganz ohne Ausnahmen kommt die Neuerung allerdings nicht. Wird der Torhüter nach einem Foul behandelt, stößt mit einem anderen Spieler zusammen oder blutet, greift die 60-Sekunden-Regel nicht. In diesen Fällen darf die Mannschaft vollständig auf dem Platz bleiben.