Es war eine wahre Schande. Nach dem 343. Wiener Derby (mit 2:1 gewann Rapid gegen die Wiener Austria im September 2024) stürmten Fans den Rasen und sorgten für einen gewaltigen Skandal. Jetzt fällt der Startschuss für das juristische Nachspiel.
Am Montag beginnt der Mega-Prozess am Landesgericht Wien. 22 Männer – im Alter zwischen 19 und 62 Jahren – sind angeklagt wegen "schwerer gemeinschaftlicher Gewalt". Die meisten der Fans auf der Anklagebank gehören dem Austria-Lager an.
An insgesamt elf Prozesstagen bis zum 21. April wird der Fußball-Skandal aufgearbeitet. Einer der Verteidiger ist Top-Anwalt Marcus Januschke.
Der Auslöser im Herbst 2024: Bengalos und andere Feuerwerkskörper wurden bereits während der zweiten Matchhälfte gezündet. Nur wenige Minuten nach Schlusspfiff kam es zu schweren Ausschreitungen in Wien-Hütteldorf. Fans beider Vereine stürmten das Feld. Es kam zu wilden Schlägereien, Mistkübel, Fahnenstangen – alles wurde eingesetzt. Die Polizei schritt sofort ein.
Austria-Fans – sie waren teilweise vermummt – schossen Böller auf die Osttribüne, dort saßen Familien mit Kindern. Rapid-Anhänger konterten mit Feuerwerkskörpern, die sie auf ihre Gegner richteten. Es gab mehrere Schwerverletzte, darunter auch einige Polizisten.