Politiker ließ sich tragen, um Schuhe zu schonen

Bild: Weido/Fotolia

Weil er seine Schuhe in einem Überschwemmungsgebiet schonen wollte, hat sich in China ein ranghoher KP-Funktionär von einem Beamten auf dem Rücken tragen lassen - und ist anschließend entlassen worden. Der umstrittene Hochwasser-Spaziergang ereignete sich am vergangenen Samstag in der zentralen Provinz Jiangxi.

Während Rettungskräfte nach drei Kindern suchten, die in einen über die Ufer getretenen Fluss gefallen waren, habe der Behördenvertreter "Herr Wang" seine Lederschuhe geschont, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Er habe das Angebot eines örtlichen Beamten angenommen, ihn auf dem Rücken durch das bis zu den Knöcheln reichende Wasser zu tragen.

Chinesen über Verhalten empört

Ein Foto, das "Herrn Wang" auf dem Rücken des Beamten zeigt, verbreitete sich rasant in chinesischen Online-Netzwerken und löste empörte Reaktionen aus. "Schüler werden vermisst, und er sorgt sich darum, seine verdammten Schuhe zu retten?", schrieb ein Nutzer des Kurzbotschaftendienstes Sina Weibo.

Es war bereits der zweite Vorfall dieser Art in China: Im Oktober 2013 hatte sich ein anderer kommunistischer Funktionär mit Luxusschuhen in einem Überschwemmungsgebiet von einem Dorfbewohner tragen lassen. Auch er wurde entlassen.

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