Polizei bei Schwerpunkt im Schlepper-Milieu erfolgreich

Nach dem Einsatz konnte die Polizistin ihren Dienst nicht mehr fortsetzen.
Nach dem Einsatz konnte die Polizistin ihren Dienst nicht mehr fortsetzen.Getty Images
Im Zuge eines internationalen Schwerpunktes konnten in Österreich acht mutmaßliche Schlepper festgenommen werden. Die Polizei zieht zufrieden Bilanz. 

Im Zeitraum vom 17. Bis 19. Mai 2022 fanden europaweit die Trivium Action Days statt. Dabei handelt es sich um eine über 18 Staaten erstreckte Kooperation im Kampf gegen mobile Kriminalität. Veranstaltet wurde die Aktion von Europol. Folgende Staaten nahmen an den Aktionstagen teil:  Belgien, Dänemark, Deutschland, Griechenland, Island, Lettland, Litauen, Malta, Niederlande, Portugal, Rumänien, Spanien, Ungarn, GB, Schweden, Zypern und das Drittland Albanien. 

Schlag gegen Schlepperkriminalität

Die Schwerpunkte der Aktion lagen in der Schleppereibekämpfung und im Kampf gegen den internationalen Menschenhandel. Auch das Umherziehen von kriminellen Gruppen stand im Fokus der Behörden. Dabei geht es vor allem um folgende Delikte. Taschen- und Ladendiebstahl, Treibstoffdiebstahl, Wohnungs- und Wohnhauseinbruch, KFZ Diebstahl und Verschiebung.

Alleine in Österreich wurden knapp 2.000 Personen, sowie rund 3.000 Fahrzeuge kontrolliert. Es kam zu acht Schlepperfestnahmen in Niederösterreich (3), dem Burgenland (1) und Tirol(4). Außerdem konnte ein mutmaßlicher KFZ-Dieb in Salzburg festgenommen werden. 

Minister betont Kooperation mit dem Balkan

Innenminister Gerhard Karnerbetont die Notwendigkeit der internationalen Kooperation. "Im Kampf gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität brauchen wir die auch die internationale und grenzüberschreitende Zusammenarbeit", so der Ressortchef. Österreich lebe diese Kooperation nicht nur mit den Mitgliedsstaaten der EU, sondern vor allem auch mit den Staaten des Westbalkans, so Gerhard Karner.

Innenminister Gerhard Karner streicht die internationale Kooperation hervor. 
Innenminister Gerhard Karner streicht die internationale Kooperation hervor. HANS PUNZ / APA / picturedesk.com

Schlepper würden versuchen die Ukraine-Krise und die damit im Zusammenhang stehenden Fluchtbewegungen zu nutzen, so Karner. Sie würden damit werben, dass es noch nie so einfach war nach Europa zu gelangen, wie seit Beginn des Krieges in der Ukraine. "Die internationale Kooperation gegen diese Form menschenverachtender und brutaler Kriminalität ist daher wichtiger denn je", so Karner abschließend.

Erst am Montag war es auf der A4 zu einem Flüchtlingsdrama gekommen - ein 19-jähriger Marokkaner fiel vom Lkw-Anhänger, wurde überrollt und starb - mehr dazu hier.

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