Bei Schüssen in der Stadt Toledo im US-Bundesstaat Ohio ist nach Angaben der Polizei mindestens ein Dutzend Menschen verletzt worden. "Zwölf Menschen wurden von Kugeln getroffen", sagte der Vize-Polizeichef von Toledo, Joseph Heffernan, am Samstag Journalisten. Zwei der Opfer schwebten demnach in Lebensgefahr. Verdächtige seien bislang nicht gefasst worden.
Die Schüsse waren laut Polizei nahe des Old West End Festivals gefallen. Die beliebte Veranstaltung mit Live-Musik und Straßenfesten findet jedes Jahr in einem historischen Stadtviertel von Toledo statt. Als die Schüsse fielen, war die Polizei bereits mit einem Großaufgebot vor Ort.
Laut Vize-Polizeichef Heffernan sieht es derzeit so aus, als seien mindestens zwei Schützen beteiligt gewesen, die "wahrscheinlich aufeinander geschossen haben". Sein Kollege Dan Gerken zeigte sich schockiert vom Ausmaß der Gewalt. Er sagte, das Durchschnittsalter der Opfer liege bei etwa Anfang 20 Jahren.
Am Abend durchkämmten die Behörden das Gebiet auf der Suche nach Verdächtigen, befragten Zeugen und werteten Handyvideos aus. Die Bevölkerung riefen sie auf, sich mit Hinweisen zu melden.
In den USA sind Schusswaffen weit verbreitet. Jedes Jahr sterben landesweit tausende Menschen an Schussverletzungen. Schärfere Vorschriften bei den Waffengesetzen scheitern regelmäßig am Widerstand der konservativen Republikaner und der mächtigen Waffenlobby.