Sieben Polizeifahrzeuge fielen am Montag in der Nacht der kriminellen Tat eines Feuerteufels zum Opfer. Die Umstände des Brandes werfen indes viele Fragen auf: Alle Autos sind zivile Polizeifahrzeuge. In dem Gebäude, vor dem sie geparkt waren, befindet sich das Büro der zentralen Stelle zur Bekämpfung von Menschenhandel und Schlepperei, das Joint Operational Office (JOO). Das Joint Operational Office ist ein Teil des Bundeskriminalamts.
Nun haben sich Landeskriminalamt und Verfassungsschutz eingeschaltet. Ermittelt wird sechsmal wegen des Verdachtes auf Brandstiftung und einmal wegen des Verdachtes auf Sachbeschädigung. Die Behörden suchen nach Spuren und nach Zeugen. Der Tatort ist abgesperrt, die Fahrzeuge und ihre Umgebung werden abgefilmt und daraus 3D-Modelle erstellt.
Im Zuge der Ermittlungen wurden Spuren von Brandbeschleuniger und Textilien an den Fahrzeugen festgestellt. Allen Anschein nach dürfte ein mutmaßlicher Brandstifter mit Brandbeschleuniger getränkten Stoff auf den Vorderreifen deponiert und angezündet haben.
Die Wiener Feuerwehr war mit 3 Fahrzeugen und 15 Mann vor Ort, um die Flammen zu löschen. Ein Feuerwehrmann wurde im Zuge der Löscharbeiten verletzt. Innenminister Gerhard Karner (VP) zeigt sich schockiert: "Ich verurteile den Brandanschlag der vergangenen Nacht auf das Schärfste. Es war nicht nur ein hinterhältiger Angriff auf die Polizei, sondern vor allem auch eine Gefahr für die Anwohner. Die Ermittlungen zu den Tatverdächtigen laufen auf Hochtouren", Karner.