Im Grazer Bezirk Gries spielten sich am 26. Oktober gegen 2:30 Uhr Szenen ab, die an die Kult-Serie "Kommissar Rex" erinnerten. Aufgrund eines vermuteten Einbruchs wurden mehrere Polizeistreifen zu einem Lokal in der Annenstraße gerufen.
Ein vorerst unbekannter Täter hatte dort ein Glasfenster durchschlagen und sich so Zutritt verschafft. Da die Beamten den Verdächtigen noch im Gebäude vermuteten, forderten sie die Unterstützung einer Polizeidiensthundestreife an.
Dann erhielten Revierinspektor Christian S. und sein als "Loki" gerufener Polizeidiensthund namens "Hell-Harvey in Fidem" ihren großen Auftritt. Der im Bereich Fährten- und Stöberarbeit ausgebildete belgische Schäfer mit einer Spezialausbildung zum Brandmittelspürhund lief ins Gebäude.
Dort nahm der Hund sofort die Fährte des unbekannten Täters auf – mit Erfolg. Der sechsjährige Malinois verfolgte die Spur bis in den Keller eines angrenzenden Mehrparteienhauses.
Dort hatte sich der Mann in einer Nische zwischen den Kellerabteilen am Boden versteckt. Der Hund stellte den Verdächtigen, woraufhin er durch die Polizisten festgenommen werden konnte. Der Mann wollte seine Identität nicht verraten.
Polizisten fanden jedoch heraus, dass es sich um einen bereits amtsbekannten 33-jährigen Grazer handelt. Bei seiner Einvernahme verweigerte er seine Aussage. Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Graz wurde der 33-Jährige in die Justizanstalt Graz-Jakomini eingeliefert, nachdem noch eine Freiheitsstrafe von mehreren Monaten wegen einschlägiger Delikte ausständig ist.