In Wien sorgt ein Fall für Aufsehen: Der Enkel eines früheren Polizeipräsidenten steht im Verdacht, kiloweise Cannabis und Kokain verkauft zu haben. Die Ermittlungen gegen den jungen Mann in den Zwanzigern laufen auf Hochtouren.
Trotz seines bekannten Familiennamens und des Vorbilds seines Großvaters soll er sich auf kriminelle Wege begeben haben. Laut den Ermittlungen der Wiener Staatsanwaltschaft wurde der Verdächtige bereits festgenommen, nachdem Drogenermittler ihn im Auftrag der Justiz überführt hatten.
Wie die "Kronen Zeitung" berichtet, wurde bei einer Hausdurchsuchung nicht nur Bargeld, sondern auch Suchtmittel sichergestellt. Besonders belastend für den mutmaßlichen Dealer sind Handy-Chats, die eine Preisliste für Kokain enthalten: "Ein Gramm 70 Euro. Fünf Gramm 350 Euro. Zehn Gramm 600 Euro."
Der junge Mann stammt aus einer gut behüteten Familie und ist bisher nicht vorbestraft. Dennoch musste er seine Zelle im berüchtigten Grauen Haus mit Schwerverbrechern teilen – darunter auch ein Mordverdächtiger.
Nach zwei Wochen in U-Haft wurde der Verdächtige zwar entlassen, doch die Ermittlungen laufen weiter. Im Falle einer Anklage drohen ihm bis zu fünf Jahre Haft.