Die Exekutive zögert nicht, auch wenn es um einen der ihren geht: WEGA-Beamte rückten am Dienstag zu einem besonders brenzligen Einsatz an. Denn wie sich jetzt herausstellt, handelte es sich beim Verdächtigen um einen Polizisten.
Privat soll seine Beziehung zu seiner langjährigen Freundin laut "Heute"-Infos von einer beinahe krankhaften Eifersucht überschattet gewesen sein. Seine Wut soll sich nun nach heimlichen Durchstöbern des Mobiltelefons der Wienerin auf einen völlig unbeteiligten Mann gerichtet haben, zu dem sie einst beruflich Kontakt pflegte.
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In seiner Eifersucht schrieb er dem Mann offenbar, dass er ihn umbringen will, weil er mit seiner Partnerin eine Beziehung haben soll – was gar nicht stimmen dürfte. Dennoch habe er den Mann "zum Zweikampf" auf offener Straße aufgefordert. Einem Freund kündigte der nicht mehr Nüchterne dann noch mitten in der Nacht eine Bluttat an: "Heute treffe ich ihn – und es wird einen Toten geben. Entweder er oder ich."
Dank mehrerer rascher Anzeigen auf Polizeidienststellen zur Causa wurden umgehend Ermittlungen gegen den Verdächtigen eingeleitet. Schließlich machten sich Beamte zur Wohnadresse des Polizisten in Penzing auf und nahmen den Mann fest.
Noch ist der Verdächtige ein Kollege. Doch wohl nicht mehr lange: Obwohl sich der zuletzt für den Objektschutz eingeteilte Polizist laut "Heute"-Infos nicht mehr sehr lange bis zu Pragmatisierung hatte und sich sogar bei einer anderen Einheit bewerben wollte, dürfte er den Job verlieren – er wurde jedenfalls sofort suspendiert und ein Disziplinarverfahren eingeleitet.
Der Einsatz zeigt auch: Auf die Polizei kann man sich verlassen. Denn sie geht auch gegen Kollegen mit gleicher Entschlossenheit vor, wenn es notwendig wird. Das Ermittlungsverfahren dauert noch an, dennoch kam der Polizist am Mittwoch bereits wieder auf freien Fuß. Er wurde angezeigt und mit einem Waffenverbot belegt, es drohen auch dienstrechtliche Konsequenzen. Verletzte gab es bei dem Einsatz zum Glück nicht. Die Unschuldsvermutung gilt.