Alarmierende Zustände auf einem Betriebsgelände in Wien-Floridsdorf: Unter der Leitung der Gruppe Sofortmaßnahmen kontrollierten am Dienstag mehrere Dienststellen der Stadt gemeinsam mit dem Magistratischen Bezirksamt, der Wiener Polizei und der Wasserpolizei eine Lkw-Werkstatt.
Dabei stellten die Einsatzkräfte schwerwiegende Umweltmängel fest. Der Betreiber nutzte eine aufgelassene Werkstatt für die Wartung seiner Lastkraftwagen. Besonders problematisch war der Zustand des Werkstättenbodens.
Zahlreiche offene Stellen hätten dazu führen können, dass austretendes Öl und andere Betriebsstoffe ungehindert in den Untergrund sickern und Boden sowie Grundwasser erheblich schädigen. Zusätzlich fanden die Behörden Gasflaschen, für die kein ordnungsgemäßer Prüfungsnachweis vorgelegt werden konnte.
Aufgrund der festgestellten Verstöße wurde der Betrieb der Werkstatt mit sofortiger Wirkung eingestellt. Der Bereich musste geräumt werden. Mehrere abgestellte Fahrzeuge – darunter Lastkraftwagen ohne Bereifung – mussten vom Betreiber entfernt werden.
Gegen den Verantwortlichen werden zahlreiche Anzeigen erstattet. Die Wasserpolizei übermittelte den Sachverhalt außerdem an die Staatsanwaltschaft, die den Fall nun prüft.
Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, findet deutliche Worte: "Es ist grob verantwortungslos, eine erhebliche Gefahr für unsere Umwelt in Kauf zu nehmen. Durch das rasche Einschreiten der beteiligten Dienststellen konnte womöglich ein erheblicher Umweltschaden verhindert werden."