Haus nun gesperrt

Kein Boden, überall Müll – Hotel in Wien war Bruchbude

Einsatz der Gruppe Sofortmaßnahme in Wien-Favoriten: Von einem Haus stürzten Fassadenteile, der Hof war vermüllt. Nun wurde das Gebäude gesperrt.
Thomas Peterthalner
17.06.2026, 22:08
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Diese Bruchbude lädt nicht zum Übernachten ein: Fassadenteile stürzten auf ein geparktes Auto, weitere Teile wackelten bereits. Zeugen schlugen Alarm, die Gruppe Sofortmaßnahmen rückte zu einer Kontrolle des Gebäudes aus.

Hof war Mistplatz

Vor Ort zeigte sich ein erschreckendes Bild. Im Innenhof fanden die Einsatzkräfte einen Haufen mit großen Mengen an Sperrmüll, Bauschutt und anderen Abfällen. Die Ablagerungen erreichten teilweise eine Höhe von bis zu vier Metern. Zusätzlich waren Fluchtwege durch gelagerte Türstöcke und Baumaterialien versperrt. Besonders gefährlich: Im ersten Stock fehlten große Teile des Fußbodens. Es bestand akute Absturzgefahr!

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Illegal Strom abgezapft

Im Dachgeschoss wurde ein Hotel betrieben. Laut Gruppe Sofortmaßnahmen war die Kontrolle der Unterkunft aufgrund der Zustände nicht gerade ungefährlich. Bei der Überprüfung stellte sich außerdem heraus, dass für das Gebäude kein gültiger Stromvertrag bestand. Die Wiener Netze stellten daraufhin die Stromversorgung des gesamten Hauses ab.

Gebäude nun geschlossen

Wegen der Gefahr weiterer herabfallender Fassadenteile wurde auch der Gehsteig vor dem Gebäude abgesperrt. Das Gebäude bleibt behördlich geschlossen, bis sämtliche Sicherheitsmängel behoben sind. "Ein Hotel in einem Gebäude zu betreiben, in dem neben zahlreichen Mängeln auch Teile des Fußbodens fehlen, bedeutet, die Sicherheit von Menschen bewusst zu gefährden", so Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen.

E-Zigaretten beschlagnahmt

Bei einer weiteren Kontrolle im Zuge wurden zudem Handygeschäfte in der Wiener City überprüft. In einem Handygeschäft wurden 407 illegale E-Zigaretten sichergestellt. Auf Ersuchen der Gruppe Sofortmaßnahmen wurde das Zollamt Österreich hinzugezogen. Die illegalen Rauchwaren wurden beschlagnahmt. Zusätzlich folgte eine Anzeige nach dem Finanzstrafgesetz. "Beides zeigt, dass unsere gemeinsamen Kontrollen notwendig sind und weitere Kontrollen folgen müssen", so Hillerer.

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